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»Der absolute Volksfunk ist im Kommen«

Eine »Revolution«, eine »Explosion« erschüttert die Elektronik-Branche: Seit Postminister Gscheidle 1975 zwölf Kurzwellen-Kanäle für den Jedermann-Funk freigegeben hat, verdoppelt sich Jahr für Jahr der Absatz von Walkie-Talkies, Auto- und Heimstationen. Unbemerkt von allen, die keine Antenne dafür haben, ist in Deutschland eine neue, bizarre Subkultur entstanden, die eine Million Kraftfahrer und Rentner, Schüler und Hausfrauen umfaßt. Die Laienfunker haben eigene Regeln und Rituale -- und eine Geheimsprache: »64 plus/minus 9, Donnerkeil.«
aus DER SPIEGEL 35/1977

Auf Kanal 9 dringt »Asterix« in das »Kätzchen": »Ich suche eine heiße Blonde. Bist du heiß? Bist du blond?« Das »Kätzchen« kichert.

»Ferrari 2« muß »noch Schularbeiten machen«. »Monitor« fachsimpelt mit »Orinoko« über Koaxialkabel. Nebenan scherzt der »Grottenolm": »Ich zähle meine Fledermäuse.«

»Krümelmonster« warnt vor Wildwechsel: »Die Rehe fliegen ziemlich tief.« »Bügeleisen mobil« bittet »Bügelbrett": »Laß schon mal das Badewasser ein.

Gegen 22 Uhr melden Achim und Jutta, sie seien »beide nackicht«. »Bravo 1« lädt »Paprika« ein: »Komm doch rüber auf ein Bier.« Uschi hat »keine Lust zum Gruppensex": »Ich lese gerade Jerry Cotton.«

In behäbigem Niederdeutsch erzählt, auf Kanal 7. »Buer Hinnerk« seine Döntjes »Else Landfunk« und die »Biene Maja« lauschen und lachen. Doch immer wieder kräht ein Knabe dazwischen: »Wer kann den Buffalo Bill aufnehmen?«

Zur Geisterstunde meldet sich rülpsend der »Weihbischof« zu Wort. Mit munterem »Ritsche-ratsche« heißt »Fritz Honka mobil« ihn willkommen.

»Kullerauge« sagt da lieber: »Gute Nacht, Dracula«. Die »Dockschwalbe« indes hält aus bis zum frühen Morgen: »Du kommst bombig bei mir rein, Quasimodo.«

Blödelei und Biedersinn, Klatsch und Tratsch und Kindermund, Eindeutiges neben Zweideutigem, zuweilen Exzentrisches und Exhibitionistisches -- all dies transportiert, rund um die Uhr, Westdeutschlands jüngstes Medium: Hobbyfunk auf Kurzwelle, von Hunderttausenden betrieben mit Heimstationen, Auto-Mobilgeräten und Walkie-Talkies.

Einen Hit wie einst die Hula-hoop-Reifen, einen Schlager wie zuletzt die Taschenrechner -- das sehen Westdeutschlands Kaufhaus-Konzerne, Versand- und Fachhändler neuerdings in »Sprechfunkanlagen kleiner Leistung« (Postbezeichnung), deren Gebrauch vorletztes Jahr noch strafrechtlich verfolgt werden konnte. Erst seit dem 1. Juli 1975 sind die Apparate, zumeist koreanische oder japanische Importware« von Bonns Fernmeldeminister Kurt Gscheidle zum allgemeinen Gebrauch freigegeben: Anfang letzten Jahres noch waren geeignete Geräte im Handel kaum zu haben.

Doch mittlerweile hat"s gefunkt: Knapp eine Million Bundesbürger -- Kinder und Kraftfahrer, Hausfrauen und Rentner -- haben sich bislang schon eine »Breake« zugelegt, wie die Hobbygeräte im Funkjargon heißen; Ende dieses Jahres werden insgesamt 1,2 Millionen Apparate verkauft sein.

Die Werbung wendet sich vor allem an Autofahrer: »Gleichgültig, wo Sie steckenbleiben: Ein Knopfdruck ... bringt sofort Kontakt«, verspricht der Düsseldorfer Geräte-Importeur »handie Deutschland«. Am Funkgerät ließen sich« lockt die Heidelberger »Kaiser electronic GmbH«, die »fröhlichsten Stunden« verbringen; wer wolle, könne »neue Freunde finden« und »Interessantes hören und sagen« -- kurzum: »dabeisein«.

Auf zwölf Kanälen -- zwischen 27,005 und 27,135 Megahertz- sendet Tag für Tag eine Art Radio Jedermann: das erste Massenmedium, dessen Programm von den Massen selber gestaltet wird. Die Reichweiten der Minisender (Ausgangsleistung: 0,5 Watt) freilich sind begrenzt: Bessere Heimstationen überbrücken, je nach Antennenqualität und Geländebeschaffenheit, zwischen zehn und vierzig Kilometer, billige »Handfunken« oft kaum tausend Meter.

Kein größerer Gegensatz ist denkbar als jener zwischen dem Volksempfänger, den vor knapp einem halben Jahrhundert Hitler der Nation verordnete, und dem Volkssender, den Gscheidle den Westdeutschen beschert hat -- auf daß sich, so sein Funk-Sachbearbeiter Johann Wachtel, »auf diesem Gebiet ein jeder frei entfalten kann«.

Das Entfaltungsbedürfnis, registriert Carl-Peter Lepsius, Geschäftsführer der Düsseldorfer »handic«, ist »phänomenal": »Der absolute Volksfunk ist im Kommen. Seine Branche verzeichnet »explosionsartige« Zuwachsraten: Für 1977 erwarten die Händler eine Verdoppelung der Verkaufszahlen gegenüber dem Vorjahr. Und ein Höhepunkt ist für Lepsius »noch längst nicht abzusehen«. Noch lauter brummen wird der Boom, so kalkulieren die Marketing-Experten der Elektronikindustrie, wenn ein neuer Geräte-Typ auf den Markt kommt, der in dieser Woche auf der Funkausstellung präsentiert wird: Die Bosch-Tochter »Blaupunkt« bietet ebenso wie der Marktführer »dnt« eine »Kombi«-Anlage an, die Stereo-Autosuper und Privatsender in sich vereint; Kostenpunkt: 500 bis 700 Mark.

Schon ist der Heidelberger Spezialhändler Kaiser sicher, daß in der Bundesrepublik »eines Tages jeder Autofahrer so eine Anlage in seinem Wagen hat« -- ein Zustand, dem sich die USA rapide nähern. Dort sind bislang rund 25 Millionen »Citiens Band«-(CB-) Geräte verkauft worden; Monat für Monat drängen 500 000 weitere Hobbyfunker auf die »Bürger-Frequenz«.

Seit der japanische »Toyota«-Konzern als erster Auto-Hersteller begonnen hat, in seinen neuen Modellen serienmäßig CB-Geräte anzubieten, scheinen Prognosen realistisch, denen zufolge sich 1984 rund 50 Millionen Amerikaner in den Bürgerfunk einschalten können. Was schon jetzt wie eine elektronische »Revolution« anmute, kommentiert das US-Magazin »Popular Science«, sei »nur ein Büchsenschuß im Vergleich mit der Schlacht, die bevorsteht«.

Letztes Jahr bereits brachte die »größte Kommunikationsexplosion seit der Erfindung des Telephons« (so das Nachrichtenmagazin »Time") der Industrie einen Umsatz von 2,5 Milliarden Dollar -- fast soviel wie der Verkauf von TV-Geräten. Wichtiger noch: Die »kulturellen und sozialen Auswirkungen« des CB-Funks auf das Alltagsleben seien, urteilte die »New York

Blödel-Star Otto Waalkes.

Times«, »womöglich ebenso bedeutsam wie die des Fernsehens«.

Beiderseits des Atlantiks legen sich Millionen von Bürgern ausgefallene Tarnnamen ("skip names") zu, damit sie anonym bleiben, wenn sie drahtlos mit Wildfremden über Seelenschmerz oder Kochrezepte plaudern. In den USA warnen sich Hunderttausende von Autofahrern, wenn »Kojak with a Kodak« Radarfallen stellt. Prominente wie Expräsidenten-Gattin Betty Ford ("First Mama") sind ebenso auf Band wie Unbekannte, etwa die »Highway Princess«. die nächtens Autofahrern ihre Dienste offeriert.

In den USA und in der Bundesrepublik wird der Trend zum Eigensender dadurch forciert, daß auf den postalisch freigegebenen Kanälen jedermann »breaken« darf, ohne eine Prüfung abgelegt zu haben. Die klassischen Amateurfunker indes müssen nach wie vor Morsezeichen und Hochfrequenztechnik büffeln, bevor sie, dann allerdings weltweit, kommunizieren dürfen.

Im Gegensatz auch zu den 30 000 staatlich geprüften Amateuren in der Bundesrepublik, die auf die Kollegen vom »Blödelband« verächtlich herabblicken, dürfen die Volksfunker senden, was sie wollen; sie brauchen nicht allein übers Wetter zu reden und über Empfangstechnik wie die Lizenzierten, denen Gespräche über Politik und Privatleben untersagt sind.

Obendrein haben fernöstliche Fertigungsmethoden die Preise für CB-Anlagen in den letzten Jahren gedrückt. Brauchbare »Handgurken« (mit drei Kanälen) sind für 99 Mark zu haben, Mobilgeräte (zwölf Kanäle) für 300 bis 500 Mark; Heimstationen kosten zwischen 500 und 1200 Mark. Postgebühren fallen bei Hand- und Mobilgeräten nicht an*.

Längst wird CB-Equipment nicht mehr nur im bundesdeutschen Fachhandel angeboten, sondern auch in praktisch allen Warenhäusern. CB-Boutiquen eröffnen vielerorts -- in Großstädten wie Hamburg ("Albrechts große CB-Funkschau") ebenso wie im Ostfriesischen, wo die Firma »Obelix-CB-Funk« in Varel »Doppelsuper-Spitzengeräte« zum »Steinzeitpreis« offeriert; daneben, für den Elektronik-Bastler, »Hinkelstein-Qualitätsquarze, Satz 6,80 DM«.

So problemlos die Privatsender erhältlich sind, so simpel lassen sie sich installieren und bedienen. Die meisten Standardgeräte, nicht größer als ein Autoradio, haben an der Frontseite lediglich einen Drehknopf, mit dem unter den zwölf freigegebenen Kanälen gewählt wird, dazu eine Rauschsperre, mit der störende Hintergrundgeräusche ausgeschaltet werden können, und einen Lautstärkeregler. Ist das Gerät angeschlossen an die Antenne sowie an die Autobatterie oder ans Netz, braucht nur noch die Sendetaste am Mikrophon betätigt zu werden.

Wer einmal auf die Taste drückt, geht nicht nur in den Äther: Zugleich gerät er in eine skurrile Subkultur, eine nahezu klassenlose Duz-Bruderschaft. Ihre Mitglieder sprechen, Geheimbündlern gleich, eine Sprache, die niemand sonst versteht; sie haben eigene Regeln, eigene Rituale.

In diese Gemeinschaft fügt sich der Benediktinermönch Lambertus Six ("Romeo Sierra"), der im bayrischen Kloster Ettal eine »Handquetsche« vom Typ HF 12 betreibt, ebenso wie der Hamburger Blödel-Barde Otto

* Lediglich für stationäre »Sprechfunkanlagen kleiner Leistung« (Heimstationen). die mit Netzanschluß und Hochantenne betrieben werden, müssen monatlich 15 Mark abgeführt werden; die für diese Anlage erforderlichen Genehmigungen werden von den Fernmeldeämtern »ohne Bedarfsprüfung« erteilt.

Waalkes ("Rüssel"), der von seinem Mofa aus funkt. Ein gewisser »Iwan« aus Hannover kurvt mit einem Damenfahrrad durch die Gegend, an dessen Lenker eine Zwölf-Kanal-Station montiert ist; eine Keksdose auf dem Gepäckträger versorgt das Gerät mit Batteriestrom.

Tausende von CB-Funkern haben sich zu privaten Rettungsorganisationen zusammengeschlossen -- etwa zum »Not-Funk-Dienst Niedersachsen«, dessen Mitglieder rund um die Uhr als »rollende Notrufsäulen« den Kanal 9 abhören, um Unfall-Meldungen an Polizei und Krankenhäuser weiterzugeben. CB-Funker können die Bundesrepublik von Flensburg bis Mittenwald durchrollen, ohne ein einziges Mal den Kontakt zu ihren 27-Megahertz-Kollegen zu verlieren.

Auf der Bürgerfrequenz begegnen sich Nachtschwestern und Zuhälter, Rentnerinnen und Polizeibeamte, Straßenarbeiter und Manager. Eifrige Nutzer sind grüne Witwen ("Ich jage gerade meine Sachen durch die Waschmaschine"), Pennäler ("Sag mal, was kommt bei Aufgabe 4 raus?") und Kranke -- beispielsweise der Augsburger Rentner Eugen Fröhlich ("Albert 1"), der seit 17 Jahren bettlägerig ist und dem der CB-Funk »mehr gebracht hat, als der gesunde Mensch sich überhaupt vorstellen kann«.

Wer immer sich. dieser gemischten Gesellschaft anschließt, unterliegt denselben technischen Zwängen: Auf jedem der zwölf Volkskanäle kann, im Nahbereich, nur jeweils einer sprechen; senden zwei Nachbarn zu gleicher Zeit auf derselben Frequenz, entsteht unverständliches »Sterereo« (CB-Sprache).

Mithin ist zumindest in Ballungsgebieten wie Hamburg (60 000 Geräte) ein Minimum an Funkdisziplin vonnöten: Wer auf einem Kanal Dialoge führt, muß einem ungeschriebenen Dreaker-Gesetz gemäß nach jedem »Durchgang« kurz pausieren, damit andere mit »X« oder »QRX"* signalisieren können, daß sie nun auch einmal zu sprechen wünschen.

Ob jedoch einer, der mit »X« dazwischenfunkt, rasch oder weniger rasch (oder überhaupt> »reingelassen« wird, hängt ab von mancherlei: etwa davon, ob sein »Spargel«, die Antenne, lang genug und die Sendeleistung respektabel ist; auch davon, wie originell und routiniert sich einer am Mikrophon zu geben versteht.

* »QRX« (Morse-Kode): »Bitte warten.«

Ausgefallen um jeden Preis muß die selbstgewählte Stationsbezeichnung sein -- allein schon, weil alle halbwegs gängigen Scherznamen längst vergeben sind. »Micky Maus« und »Schmidtchen Schleicher« gibt's zu Dutzenden; weniger begehrt sind Skips wie »Klappstuhl« und »Kanalratte«.

Wichtig auch, daß ein Neuling rasch das CB-Chinesisch erlernt, eine bizarre Mixtur aus Popjargon und Morsekürzeln, Maulhurerei und Mutterwitz.

In den USA würzen Hobbyfunker ihre Gespräche mit so unnachahmlichen Kreationen wie »county mounty« (Sheriff) und »Tijuana taxi« (Streifenwagen), »spy in the sky« oder »bear in the air« (Helikopter). Unablässig wird diese »Radidio lingo« weiterentwickelt, das Vokabular variiert.

Ähnlich in Westdeutschland: Störungen heißen »QRM«, besser noch »QR Matsch«, »QR Mexiko« oder »QR Marmelade«, zuweilen »Mexiko-Marmelade«. Statt »Nein« und »Wie bitte« sagt der Hobbyfunker »negativ« oder »negativo«, statt »ja« in Profi-Manier »roger«, manchmal lässig »rogerly« oder, im Schwäbischen, »rogerle«.

Die deutschen Elf-Meter-Maniaks funken nicht, sondern »beamen«, »ballern«, »böllern«, »buttern« und »brettern«, »powern« und »pfeffern« -- am liebsten so, daß ihr »Rohr«, ihr »Geschütz«, die »Antenne qualmt« und auf dem Meßgerät sich »die Nadel verbiegt«. Statt zu lachen, sagen die »ha-i"« in Anlehnung an die Morse-Funker die Mit H und I Kichern signalisieren: »Didididid-Didid«.

Kinder heißen »die Harmonischen«, Ehefrauen »OW« (Morse-Kurzform von »Old Woman"), ein Gespräch ist ein »QSO«, eine Mahlzeit ein »Vitamin-QSO«. Wer Durst hat, trinkt ein »Modulations-Wässerchen« oder ein Bier aus der »Braunschen Röhre«, wer müde ist, geht auf seine »zwei Meter«. Zuweilen verdrückt sich einer auf die »45 cm oval«. Und geht ein QSO zu Ende, wünscht man sich, gemäß altem Funker-Kode, »55« (viel Erfolg) und sendet »73« (alles Gute) -- oder aber, geheimnisvoller, 64 plus/minus 9«, was aufs selbe herauskommt.

»Funker sind wie eine große Familie.«

Derlei Funkwelsch« räumen CB-Fans ein, ermöglicht keineswegs eine klare, knappe Verständigung wie einst der Zahlen- oder Kürzel-Kode der Morse-Ära, Die 27-Megahertz-Sprache dient vor allem als linguistische Uniform, die Insider von Außenstehenden scheidet. Denn Hobbyfunker fühlen sich, heißt es in einem amerikanischen CB-»Slanguage«-Wörterbuch, »dem größten Klub der Welt« zugehörig.

Dieser Klub hilft, wenn Kollege »Mönch« aus Hamburg meldet, daß sein »herrlicher Graupapagei entflogen« ist: Im Umkreis von dreißig Kilometern fahnden sogleich Hobbyfunker nach dem Vogel. Der Klub macht mobil, wenn »Heidelmaus« im niedersächsischen Buchholz abends durchgibt, sein Großvater, »tüddelich bis zum Gehtnichtmehr"« sei seit dem Mittagessen verschwunden: Dutzende von CBlern kontrollieren dann Wege und Teiche mit Schäferhund und Suchseheinwerfer.

In Bochum besorgte der Klub, in dem sieh manch einer »Dracula« nennt, binnen kurzem Blut der Gruppe »Null negativ«, als sich nach einem Unfall herausstellte, daß dem Mönchengladbacher Maria-Hilf-Hospital der seltene Saft ausgegangen war. In Berlin durchkämmten 150 Funker den Düppeler Forst nach zwei vermißten Kindern. In Hamburg-Langenhorn machten sich letzten Monat 16() CBler auf die Suche nach der 12jährigen Carmen Hübner. die von zu Hause fortgelaufen war; einer namens »Waldhüter« spürte das Mädchen am Rande einer Landstraße auf, in einem Pappkarton schlafend.

»Funker sind ungeheuer hilfsbereit, wie eine große Familie«, berichtet ein Taxifahrer, der sich im südlichen Hamburger Umland als »Glatze« meldet. Selbstverständlich, daß Volksfunker einander durch fremde Städte lotsen, bei der Bordell- und Hotelsuche helfen. vor Glatteis warnen und liegengebliebenen Kollegen Sprit besorgen.

Aus der Heimorgel tönt Mysteriöses.

Zwar ist es überall auch üblich, sich gegenseitig vor Polizeikontrollen

Kodewort: »Trockengewitter« -- zu warnen. Häufig aber arbeiten gerade CBler mit Uniformierten gern zusammen: Wenn etwa Betrunkene die Autobahn in verkehrter Richtung befahren, dauert es zuweilen nur Minuten, bis ein Mobilfunker eine Feststation informiert und die wiederum über »600 Ohm« (Telephon) die Polizei benachrichtigt hat.

Als im Hamburger Kaufhaus Horten letztes Jahr ein Geldbote bei einem Überfall lebensgefährlich verletzt wurde, brüllte ein Hobbyfunker, der in der Elektro-Etage gerade ein Gerät testete, unverzüglich einen Hilferuf ins Mikrophon. Ein Funkkollege. der Kanal 4 abhörte, alarmierte als erster die Polizei.

Zudem sorgen die Kurzwellen-Kameraden dafür, daß sie sich auch fern von daheim »überall zu Hause« fühlen können, wie Dieter Holländer ("Lux 2") aus dem schwäbischen Bernhausen rühmt. »Es ist unglaublich«, staunt ein Hesse namens »Doppelkopf«, »was die Funckollegen alles für einen tun, wenn man sie braucht. Das gibt einem den Glauben an die Menschheit wieder.«

Ohne Vereinssatzungen und Hauptversammlungen, Schatzmeister und Stiftungsfeste freilich mag ein Teil der Fans auch dieses Hobby nicht betreiben. Schon jetzt, zwei Jahre nach Freigabe des Elf-Meter-Bandes, der CB-Frequenz, gedeiht bundesweit ein üppiges Vereinsleben, einschließlich diverser Dachverbände.

Örtliche Funk-Funktionäre verleihen verdienten Mitgliedern Trophäen wie den »Goldenen Eisvogel« (im bayrischen Wunsiedel) und organisieren »Funkerbälle« (in Bremen). Andere veranstalten Kegelabende (wie im emsländischen Quakenbrück) oder laden zur Wahl einer »Miss II Meter« (wie im rheinischen Kamp-Lintfort).

Längst gibt es westdeutsche CB-Zeitschriften und CB-Fachbücher, CB-Abzeichen und CB-Autoaufkleber. Spezialfirmen offerieren vorgedruckte »QSL-Karten« für die Funker-Korrespondenz. Schon ist abzusehen, daß Zubehör-Hersteller -- wie in den USA -- den Markt mit CB-Schlipsen und -Feuerzeugen überschwemmen weiden.

Die tieferen Ursachen des Radio-Rausches liegen weithin im dunkeln;

* Das »CQ« neben der Frequenzangabe steht für »allgemeiner Anruf« Co.); »QSL-Karten« dienen der Gesprächsbestätigung (u.)

Westdeutschlands Psychologen haben den Jedermannfunk als Forschungsobjekt noch nicht entdeckt. Sicher ist nur, daß sich viele der Funkfans, so die Fachzeitschrift »CB-Radio«, an ihrer Breake »wie an einer Krankheit infiziert haben«. Das Konkurrenzblatt »CB-Adress« weiß von »Besessenen« zu berichten, »die mit ihrer Sprechkommode ins Bett gehen« -- und davon, daß sich Ehescheidungen häufen, seit diese »Sucht« um sich greift.

Daß das Funken »für viele der einzige Lebensinhalt ist und nichts neben sich duldet« ("CB-Adress") -- dies liegt vor allem wohl darin hegründet, daß die Elektronik jene Konventionen zu umgehen hilft, die im Alltag spontane zwischenmenschliche Begegnungen erschweren. »Ich habe in acht Monaten über CB-Radio«, erzählt ein Washingtoner Funk-Enthusiast, »mehr Leute kennengelernt als in 16 Jahren bei der Navy.«

Das Millionenhand, versucht eine Werbeschrift der CB-Firma »Waltham electronic« den Boom zu erklären, stelle die »perfekteste Art« dar, »zwar beteiligt, aber trotzdem anonym zu sein«. Denn Hobbyfunker -- mögen sie über noch so Intimes plauschen, während ihnen eine unbekannte Zahl Fremder zuhört -- geben am Mikrophon selten mehr preis als ihren Scherz- und allenfalls den Vornamen; Empfangsberichte erbitten sie an Postfach-Adressen.

Skeptische Soziologen wie Amitai Etzioni, Professor an der New Yorker Columbia University, bezweifeln, daß der CB-Funk ("Waltham«-Werbung: »Nie mehr alleine") automatisch »echte zwischenmenschliche Beziehungen« schafft. Sprechverkehr« bei dem die Partner in der Pseudonymität verharren, verführe dazu, anderen »ein falsches Ich zu präsentieren.

Eben dies scheint manch einen, der sich »Tarzan« oder »Texas Ranger« nennt, zu reizen. »Ich höre ständig Burschen«, berichtet der US-Fernmeldeingenieur Clarence Spillman über seine jahrelangen CB-Beobachtungen« »von denen man annehmen muß, sie seien die tollsten Typen der Welt. Das Witzige ist, wenn man sie kennenlernt, sind sie das genaue Gegenteil.«

Mit dem »Mike« in der Hand, meinen US-Psychologen, vermag auch der kleine Mann sich mal ganz groß zu fühlen. Per CB wird er, so das Magazin »New Times«, zum »Hexenmeister«, dem sich eine neue Welt eröffnet: Intimität plus Publizität plus Anonymität -- kein Medium sonst kann das bieten.

Die Anonymität im Äther kommt freilich auch jenen zugute, die Ungesetzliches zu verbergen haben: In den USA annoncieren Dealer ihren Kun-

* Hinweis auf den von der Polizei abgehörten Notruf-Kanal 9.

den per Kodewort frisch eingetroffene Heroin-Sendungen. Veranstaltern verbotener Glücksspiele, Schmierestehern wie Schmugglern (ein Beobachtungswagen vorweg, die Konterbande mit CB-Verbindung hinterher) ist die Elektronik ebenfalls fast schon unentbehrlich.

Nicht wenige Amerikanerinnen scheuen sich denn auch, über Funk um Hilfe zu bitten, wenn sie in abgelegener Gegend mit ihrem Wagen liegenbleiben -- aus Angst, sie könnten CB-Gangstern den Weg weisen.

Geradezu ideal geeignet scheint der Jedermann-Funk für jene Zeitgenossen, die bislang aufs Telephon angewiesen waren, wenn es sie trieb, Fremde anonym mit Obszönitäten zu belästigen. All diese »Verwirrten«, klagt das deutsche »CB-Adress«, »scheinen sich nun auf dem Citizens Band niedergelassen zu haben«.

Tatsächlich vergeht kaum eine Nacht, in der sich derlei Triebfunker nicht auf dem Elf-Meter-Band produzieren: Mal meldet sich ein ?Hühnerbock«, der seine Botschaften mit dem Satz einleitet: »Ich bin der schärfste Mann in Deutschland.« Mal sprechen Typen wie »der Holländer Vic van Achtern«, der anhebt: »Jetzt sind die kleinen Kinder ja im Bett, jetzt kann man Klartext reden.

Postler und Polizisten, die konventionelle Telephon-Täter immer mal wieder mit Fangschaltungen zu orten vermögen, sind den Schmutzfunken gegenüber ohnmächtig: Wer mit seinem Autogerät häufig den Standort wechselt, kann, gesteht ein Fernmeldekontrolleur, »gar nicht so einfach eingepeilt werden«.

Das gilt auch für jene CB-Fanatiker, die gar nicht daran denken, die Postbe-Stimmungen über die zulässige Sendeleistung von 0,5 Watt einzuhalten, sondern ihre »Funke« liebevoll frisieren -- was selbst für Laien oft kein Problem ist: Viele Importgeräte sind für die in den USA zulässige Ausgangsleistung ausgelegt; deutschsprachige Schaltpläne enthalten zuweilen den ausdrücklichen Hinweis, daß ein bestimmter Widerstand nicht ausgewechselt werden darf, weil er die Leistung auf das bundesübliche Maß begrenzt.

Bauanleitungen für unzulässige Antennenformen sind in CB-Handbüchern nachzulesen. Und streng verbotene »Nachbrenner« mit denen die Sendeleistung auf das Vielfache gesteigert werden kann -- werden in jeder CB-Zeitschrift angepriesen: zumeist, gleichsam augenzwinkernd, mit dem Hinweis »Nur für den Export«, zuweilen mit der Schlagzeile: »Wenn Sie ein Brikett mehr auflegen wollen ...«

Bonns Funkexperte Wachtel glaubt, daß »nur rund ein Drittel aller deutschen CB-Funker sich an die Bestimmungen hält«. Lothar Gahn, Chef eines »Internationalen CB-Clubs«, schätzt sogar nur jeden fünften Funkfreund als gesetzestreu ein.

Die Folgen des legalen wie des illegalen Hobbyfunks bekommen immer häufiger ahnungslose Bundesbürger zu spüren: Wie von Geisterhand bewegt. öffnen und schließen sich ferngesteuerte Garagentüren; auf TV-Mattscheiben erscheinen mysteriöse Diagonalstreifen; aus Stereoanlagen, Radios und Heimorgeln können Sätze tönen wie »Bismarck, komm mal rein für den Rollmops« oder »Lugano hat die Hose offen«.

Wenn Beschwerdeführer -- in den USA letztes Jahr rund 100000; Deutschlands Post nennt keine Zahlen -- sich an die Fernmeldebehörden wenden, widerfährt ihnen durchweg Überraschendes: Die Postler diagnostizieren zunächst einmal Mängel an den gestörten Geräten, die zumeist als nicht einstrahlungsfest genug beanstandet werden.

In der Tat hat die Unterhaltungselektronik-Industrie jahrelang auf den Einbau ausreichender Störschutz-Teile in Plattenspieler, Funk- und Fernsehgeräte verzichten zu können geglaubt. Mit Hilfe einiger Abschirmbleche und anderer Groschenartikel lassen sich die schlampig produzierten Geräte nach Feststellung der Post freilich »leicht nachbessern«; die Niederlassungen der Herstellerfirmen sind, wie ein Hamburger Fernmeldefachmann beobachtet hat, »in solchen Fällen recht kulant«.

Den elektronischen Umweltverschmutzern dagegen kommen die Postler relativ selten auf die Schliche. Denn die »Schwarzbrenner« verfügen über vielerlei Methoden, um den »Gilb«, die »Zitrone«, die »Meßknechte« vom Funkmeßdienst der Bundespost zu narren.

Die meisten dieser Tricks stammen aus der Zeit der bundesdeutschen CB-Prohibition. Damals, vor 1975, als auf dem heutigen Bürgerband nur Behörden, Rettungsdienste und ähnliche Institutionen funken durften, spielten Tausende illegaler CB-Pioniere jahrelang mit den Postlern Katz und Maus -- etwa indem sie (unzulässige) Sende-Hochantennen errichteten, die sich im Notfall mit wenigen Handgriffen in (zugelassene) Empfangsantennen verwandeln ließen.

Mit ähnlicher Raffinesse verstehen noch heute die meisten Sende-Sünder den Nachstellungen der Peiltrupps zu entgehen, die personell ohnehin dem CB-Boom nicht annähernd gewachsen sind. »Wir werden«, räumt ein Post-Offizieller ein, »niemals genügend Leute haben, um jedem auf die Schulter tippen zu können, der seine Anlage unpostalisch fährt.«

Werden die Fahnder -- selten genug -- dennoch fündig, greifen sie, wie ein bayrischer Funkfreak jammert, »um so härter durch: Die schießen mit der Flak auf Spatzen«.

In München rücken Postler nachts mit Spürhund und Polizeibegleitung Verdächtigen auf die Funkbude. Ein Fernsehtechniker wurde jüngst zu 1800 Mark Strafe verdonnert, weil bei ihm vier Elf-Meter-Anlagen ohne die vorgeschriebene Prüfnummer des »Fernmeldetechnischen Zentralamtes« (FTZ) gefunden worden waren; ein anderer Wellen-Wilderer mußte für den Besitz eines einzigen Gerätes ohne FTZ-Nummer 1100 Mark zahlen.

Nicht alle Bürgerfunker mißbilligen derlei Aktionen und Sanktionen. Denn mit jedem zusätzlich betriebenen »eckigen Kabel« (Nachbrenner) steigt der »Matsch-Pegel«, nehmen Nachbarkanal-Störungen zu, verschlechtern sich mithin die Sende- und Empfangsbedingungen auf dem Elf-Meter-Band.

»Wer unbedingt mit einer Hochfrequenzleistung von 150 Watt sämtliche Neonlampen der Umgebung heizen will«. spottet der Fachautor Rainer Gölz ("CB-Funkfibel"), solle lieber die Lizenz für den Amateurfunk beantragen und nicht das Bürger-Band belasten.

Denn die CB-Frequenz gilt Fachleuten ohnehin als »Schrottband": Dort lärmen -- schrapp, schrapp -- Schweißgeneratoren und medizinische Diathermiegeräte. Bei bestimmten ionosphärischen Bedingungen -- wenn die oberen Luftschichten auftreffende Funkwellen reflektieren -- dröhnen obendrein welsche Worte aus westdeutschen Lautsprechern: Statt des Wunschpartners aus dem Nachbarstadtteil ist »Charly« aus Valencia. Postfach 10 248. oder »Alpha Zeppelin« aus Napoli, Box 4059, krachend zu vernehmen

Aber auch die bundesdeutschen Laienfunker selber gehen häufig einander so sehr auf den Sender. daß mancher sich schon mit »Auf Wiederstören« verabschiedet, Hauptursache des Funksalats sind neben der Band-Überfüllung in Ballungsgebieten die seltsamen Bräuche einer Minderheit von

»Frequenzrockern« (CB-Schimf).

Der Gebäudereiniger Otto Schumann ("Papa Zulu")« Vorsitzender der Sektion »Hamburg-Zentrum« des Deutschen Funkverbandes, etwa weiß von »Hausfrauen, die

mit 'nem Gummiband die Sendetaste festklemmen und dann die Handfunke als Babysitter ins Kinderzimmer legen, wenn sie das Haus verlassen« -- mit der Folge, daß der jeweilige Kanal im Nahbereich blockiert ist.

Das gleiche richten Laienfunker an, die ihrem Hund ein derart präpariertes Gerät um den Hals schnallen und das Tier damit ein paar Kilometer laufen lassen, um es dann per Funk zurückzukommandieren.

Andere »schwarze Schafe« (Schumann) senden »stundenlang Plattenmusik« oder pushen die Taste, an der »push to talk« steht, ohne zu talken. Regelmäßig provozieren solche »Trägerdrücker« wüste Beschimpfungen: »Du Spasti, wir hacken dir den Spargel ab.« lind manchmal versuchen zornige CB-Funker wohl tatsächlich, derlei Drohungen wahrzumachen«

Seit auf dem Elf-Meter-Band »der Teufel los ist«, klagt Fibel-Verfasser Gölz ("Bandwurm 1"), entflamme »Egoismus, manchmal sogar Haß« unter (den Funkern. Unbemerkt von der Umwelt, die dafür keine Antenne hat, ist ein erbitterter Kleinkrieg entbrannt: CB-Fans nicken nicht nur Trägerdrückern, sondern auch Ortsfremden zuleibe, die sich auf den angestammten »Hauskanälen« eingesessener Funker-Zirkel breitzumachen versuchen.

Als im Bremer Stadtteil Findorff kürzlich Mexi 2« einen Störer aufspürte, der mit einem Fernsteuersender »den Findorffer Hauskanal dichtmachte«, kam es zu einer blutigen Auseinandersetzung: »Wenn du das Ding nicht abstellst«. drohte »Mexi«, »schmeiß ich dich ins Wasser« -- da ging er zu Boden, niedergeschossen von einem Unbekannten.

In Lohhof bei München belagerten zwanzig Funkamateure ein Haus, in dem sie einen Schwarzsender ausgemacht hatten. Als der Besitzer eine Gaspistole zückte, mußte Polizei anrücken.

In Stuttgart probte im Frühsommer der Funkklub »Edelweiß« bei einer Peiljagd das »Auffinden von Störern«. Die Einladung liest sieh wie ein Aufruf zur Selbstjustiz: »Den Trägerstellern und Musikfreunden muß endlich das Handwerk gelegt werden. Da die Post keinen Schutz geben kann, mussen wir uns eben selber helfen.«

Kaum Zufall, daß mancherorts blutrünstige Gerüchte rumoren: »Drücker« seien des Nachts mit der eigenen Autoantenne ausgepeitscht worden; anderen habe man Strom in den »Spargel« gejagt, so daß ihre Station ausgebrannt sei. Funkerlatein?

Was auch immer -- mit Gewalt jedenfalls ist das Laienband kaum mehr zu retten. Eher sinnvoll scheint da, zumindest auf den ersten Blick, die Furderung der CB-Verbände. Minister Gscheidle möge bald weitere Frequenzen für die Hobbyfunker freigeben -- nach dem Muster der USA, wo ihnen seit dem 1. Januar vierzig (statt vorher 23) Kanäle gewidmet sind.

Letztes Jahr schon hatten westdeutsche CB-Funktionäre über spektakuläre Aktionen wie eine bundesweite Sternfahrt nach Bonn diskutiert. Diskret unterstützt werden die Anliegen der Laienfunker von den Lobbyisten der Elektronikindustrie: Hersteller wie Händler liebäugeln mit dem gigantischen Geschäft, das eine rechtzeitige Einführung einer zweiten Generation von CB-Geräten bieten könnte.

Gibt Gscheidle nach, droht ihm indes Ärger von anderer Seite. Im Fachblatt »QRV-Amateurradio« haben die Lizenzierten bereits ihre Kampfparole ausgegeben: »Kein Kilohertz der Amateurbänder für den CB-Funk!«

Derweil nimmt das Gedrängel auf dem Elf-Meter-Band täglich zu. Dem Bandwurm« Gölz kommt dieser Frequenzbereich mittlerweile vor »wie eine 100-Meter-Strecke, auf der tausend Läufer gleichzeitig Bestzeiten erzielen wollen«.

Dennoch wird der Spielraum für das »Spinnrad 33« und die »Wassernixe«, für »Meister Lampe« und den »Hühnerbock«, den »Nachtfalter« und den »Grünen Blitz aus Buxtehude« vorerst wohl nicht erweitert werden. Dazu, verlautbart das Gscheidle-Ministerium, gebe es derzeit »weder Pläne noch Absichten«.

Negativo, Breaker, negativo. ·

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