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Briefe

Der Nase nach
aus DER SPIEGEL 39/1980

Der Nase nach

(Nr. 36/1980, Szene)

So freundlich Eure Berichterstattung über unser »Literaturpostamt« war, so falsch war sie leider auch. Uns liegt an keiner »massenhaften Verbreitung von Texten« (immer noch eine Sache von Rowohlt & Co.), sondern am Austausch einzelner über ihre Texte.

Ich »pflege meine Werke auch nicht per Hausbesuch zu vertreiben« -- bei einer Auflage von 13 000 meines Büchlein »Losgelebt« ohne Camel gar nicht zu bewerkstelligen, und ich bin nun mal glückliche Nichtraucherin.

Ihr hingegen solltet Eure Informationen durch Hausbesuche unterstützen, zum Beispiel bei uns hereinschauen und Eurer Begeisterung über unseren »Laden«, die Galerie, die Rundumlesungen, die Texte, die Schreib-Sprechstunde, die gemütliche Atmosphäre entsprechend Ausdruck geben]

Im übrigen: die Infamie des SPIEGEL-Stils ist aufgedeckt: er verbrät Informationen von vorgestern mit Tatsachen von heute: so liegt er nie falsch und immer eine Nase zurück]

Also bis bald]

Hamburg FREDERIKE FREI

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