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Briefe

Der zentrale Schlüssel
aus DER SPIEGEL 19/2007

Der zentrale Schlüssel

Nr. 17/2007, Schatzfunde: Wirtschaftskrimi um den goldenen Gral vom Chiemsee

Der Hoflieferant der Archäologischen Staatssammlung in München behauptet, dass der Chiemsee-Goldkessel aus eben- diesem bayerischen Gewässer gefischt worden sei. Zweifel sind angebracht: Genau dieser Herr - und sein in diesem Bericht erwähnter Kumpan - verdienten sich eine goldene Nase, als sie einen Römerschatz aus dem bayerischen Künzing an die Archäologische Staatssammlung verscherbelten. Der Trick dabei: Der Fundort war bereits zu einem früheren Zeitpunkt verfälscht und auf Staatsgrund verlegt worden. Schon war das Land Bayern gesetzlicher Miteigentümer - und die Staatssammlung im Geschäft. Obwohl die einkaufsfreudigen Münchner hätten wissen können, dass der Schatz »aus dunklen Kanälen« stammt, wurde die Kriminalpolizei nicht geholt. Eine unzutreffende Angabe des Fundortes ist der zentrale Schlüssel für manches dubiose Schatzgeschäft in Bayern.

KÜNZING (BAYERN) WERNER FRIEDENBERGER

GRÜNDUNGSVORSITZENDER DES

MUSEUMSVEREINS KÜNZING

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