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Des Kanzlers kleine Lösung

aus DER SPIEGEL 38/1992

Kanzler Helmut Kohl kann die großen Erwartungen seiner Partei, die Regierung mit einer spektakulären Kabinettsumbildung Ende des Jahres aus dem Tief zu holen, nicht erfüllen. Seine beiden Joker, Außenminister Klaus Kinkel (FDP) und Verteidigungsminister Volker Rühe (CDU), hat er schon gespielt. Jetzt bleibt nur noch der Austausch von zweitklassigem Personal. Den amtsmüden CSU-Landwirtschaftsminister Ignaz Kiechle soll der CDU-Landwirt Jochen Borchert ersetzen. Als Ausgleich erhält die CSU das jetzt von der CDU geführte Postministerium. CSU-Landesgruppenchef Wolfgang Bötsch soll Christian Schwarz-Schilling als Postminister ablösen. Noch nicht entschieden hat Kohl, ob der CDU-Wirtschaftsexperte Matthias Wissmann oder die Parlamentarische Geschäftsführerin der Unionsfraktion, Brigitte Baumeister, Nachfolger des blassen CDU-Forschungsministers Heinz Riesenhuber wird. Offen ist, ob er die enttäuschende CDU-Familienministerin Hannelore Rönsch hält. Die FDP will bei Kohls kleiner Lösung an ihren Ministern festhalten.

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