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Designer-Möbel als Nachbauten

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aus DER SPIEGEL 24/1985

Möbel nach Entwürfen des 1959 verstorbenen Architekten Frank Lloyd Wright sollen - als Reproduktionen - demnächst wieder zu haben sein. Die italienische Firma Cassina, spezialisiert auf exklusives, aber auch entsprechend teures Mobiliar, will von Mitte 1986 an eine kleine Serie von Wright-Möbeln, vor allem Stühle, Tische und Schränke, auflegen. Die Italiener erhoffen sich gute Absatzchancen, denn die Original-Möbel des amerikanischen Architektur-Papstes ("Form follows function") sind weltweit allenfalls noch zu Phantasiepreisen zu haben. Cassina bietet damit künftig die Entwürfe von insgesamt fünf internationalen Spitzendesignern an. Neben Wright-Möbeln liefern die Mailänder Nachbauten von Le Corbusier (so seine berühmte Liege für rund 3000 Mark) sowie andere Klassiker von Rietveld, Mackintosh und Asplund. Jedem der teuren Stücke geben die Italiener einen »Personalausweis« mit. Zudem sei auf jedem Möbel »unzerstörbar eine fortlaufende Produktionsnummer markiert«.

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