Demokratie, deutsche Gesellschaft, Geschichte - aus diesen Themengebieten sind die Fragen des Einbürgerungstests zusammengestellt. Zudem werden Besonderheiten der jeweiligen Bundesländer abgefragt. 300 Fragen gibt das Bundesinnenministerium vor, 10 weitere wurden jeweils in den Bundesländern nach regionalen Gesichtspunkten ausgewählt.
Fragen der Kategorie "Politik in der Demokratie" beziehen sich auf die Zahl der Bundesländer oder die Aufgabe der parlamentarischen Opposition im Bundestag. Unter "Geschichte und Verantwortung" wird beispielsweise gefragt, was Willy Brandt mit seinem Kniefall 1970 im ehemaligen Ghetto in Warschau ausdrücken wollte. Und unter "Mensch und Gesellschaft" muss unter anderem das Alter, mit dem man in Deutschland volljährig wird, angekreuzt werden.
Das Bundesinnenministerium hat heute den Katalog für den ab September vorgesehenen Einbürgerungstest veröffentlicht. Aus den 310 Fragen werden den Deutschen-Kandidaten 33 vorgelegt. Sie sind durch Ankreuzen im Multiple-Choice-Verfahren zu beantworten. Bestanden hat, wer mindestens 17 Fragen richtig beantwortet. Alle anderen müssen den Test, der 25 Euro kosten soll, wiederholen - und das ist beliebig oft möglich.