Brandenburg Die extrem rechte Wahlkampfkooperation der AfD

Für den Wahlkampf hat die AfD Kugelschreiber und Schlüsselbänder bedrucken lassen. Diese bringt die Partei nach SPIEGEL-Informationen mit Hilfe aus dem Umfeld der rechtsextremen Identitären Bewegung unter die Leute.

Unterstützer der Identitären Bewegung (Archivbild): Auf der "Unvereinbarkeitsliste" der AfD - eigentlich
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Unterstützer der Identitären Bewegung (Archivbild): Auf der "Unvereinbarkeitsliste" der AfD - eigentlich


Die AfD Brandenburg verkauft ihre Werbemittel mithilfe einer Website, die zum Umfeld der rechtsextremen "Identitären Bewegung" (IB) gezählt wird. Dabei steht die IB auf der "Unvereinbarkeitsliste" der AfD, auf der die Partei Organisationen auflistet, mit denen nicht zusammengearbeitet werden darf.

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Wer auf einer vom Landesverband für den Wahlkampf aufgebauten Internetseite Kugelschreiber oder Schlüsselbänder mit AfD-Aufdruck bestellen möchte, landet beim Onlineshop des Arcadi-Verlags.

Dieser Verlag gibt ein Magazin heraus, das vom Verein "Ein Prozent" unterstützt wird. Dieser wiederum sammelt auch Geld für die IB und verkauft das Arcadi-Magazin auf seiner Website. Funktionäre der IB schreiben zudem Artikel für das Magazin oder treten bei dessen Veranstaltungen auf.

"Der Versuch, eine hippe, rechtsradikale Jugendkultur zu etablieren"

"Arcadi ist der Versuch, eine neue hippe, rechtsradikale Jugendkultur zu etablieren," sagt Politikberater Johannes Hillje.

Der Verlag bietet außerdem Titel aus dem Antaios Verlag vom Rechtsintellektuellen Götz Kubitschek sowie Bücher von Idolen der Identitären Bewegung wie Brittany Sellner an. Sie ist die Frau des Chefs der Identitären Bewegung Österreich, Martin Sellner.

Die AfD Brandenburg war sich des Problems offenbar bewusst und schreibt auf ihrer Seite: "Wir distanzieren uns ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten."

Ein Sprecher teilte auf Anfrage mit: "Eine enge Vernetzung des Arcadi-Magazins mit der IB ist uns nicht bekannt." Der Betreiber sei Mitglied des AfD-Kreisvorstands Leverkusen. "Über Geschäftsbeziehungen des Magazins können wir als AfD-Brandenburg keine Aussagen treffen."

Arcadi will nicht beantworten, was sie mit den AfD-Artikeln verdienen. Die Redaktion behauptet zudem, es bestehe keine Zusammenarbeit mit der IB, jedoch "mit Ein Prozent verbindet uns eine kooperative Zusammenarbeit".

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akm



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