Rechtspopulisten Storch fliegt offenbar aus AfD-Programmkommission

Die AfD-Politikerin Beatrix von Storch ist auch in der eigenen Partei umstritten. Laut einem Medienbericht darf sie nicht mehr am Parteiprogramm mitarbeiten.
Beatrix von Storch

Beatrix von Storch

Foto: DPA

Die AfD will auf ihrem Bundesparteitag am 30. April in Stuttgart erstmals ein eigenes Programm verabschieden. Doch die Europa-Angeordnete Beatrix von Storch wird daran dann wohl keinen großen Anteil haben: Sie gehört vorerst nicht mehr zur 20-köpfigen Programmkommission. Ihre Mitarbeit sei nicht mehr erwünscht, sagte ein AfD-Spitzenfunktionär dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Die 44-Jährige war in der Kommission bislang mit dem stellvertretenden Parteisprecher Albrecht Glaser federführend für das Programm verantwortlich. Die Entscheidung fiel nach RND-Informationen bereits am vergangenen Freitag auf einer Sitzung des Parteivorstands. Vor ein paar Tagen war jedoch ein vorläufiger Entwurf öffentlich geworden. Wie es hieß, sei der Umstand, dass dieser Entwurf an die Öffentlichkeit gelangte, letztlich ausschlaggebend dafür gewesen, Storch aus der Programm-Kommission zu entfernen.

In einer Pressemitteilung widersprach die AfD der Meldung: Storch "war und ist Mitglied der Bundesprogrammkommission", heißt es darin. Ihr Auftrag sei mit der Vorlage des Entwurfes "zur großen Zufriedenheit aller erfüllt".

Storch war vor einigen Wochen in der Flüchtlingsdebatte heftig kritisiert worden, weil sie es grundsätzlich richtig fand, auch Frauen mit Kindern notfalls mit Waffengewalt am Grenzübertritt zu hindern.

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