Nicolaus Fest Brand beschädigt Auto von Berliner AfD-Politiker

In der Nacht auf Dienstag ist das Auto des kommissarischen Berliner AfD-Chefs Nicolaus Fest durch ein Feuer stark beschädigt worden. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.
Nicolaus Fest

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Kay Nietfeld/ dpa

Das Auto des kommissarischen Berliner AfD-Landesvorsitzenden Nicolaus Fest ist nach Angaben der Partei in der Nacht auf Dienstag angezündet und stark beschädigt worden.

Die Polizei bestätigte eine Brandstiftung an einem Skoda gegen 2.00 Uhr in der Nacht in Berlin-Charlottenburg. Den Namen des Fahrzeughalters nannte die Polizei nicht, dieser sei aber ein Europaparlamentarier. Der Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamts habe wegen des Verdachts der Brandstiftung "mit einer möglichen politischen Tatmotivation" die Ermittlungen übernommen.

Das Fahrzeug brannte offenbar nicht vollständig aus. Die Feuerwehr löschte den Polizeiangaben zufolge die Flammen an dem Wagen, "konnte eine Beschädigung jedoch nicht verhindern". Der Berliner AfD-Fraktionschef Georg Pazderski sprach in einer Mitteilung von einem "feigen Brandanschlag" gegen Fest.

Dieser war 2016 in die AfD eingetreten, seit der Europawahl 2019 sitzt er für die Partei im EU-Parlament. Der Jurist arbeitete lange als Journalist, vor allem bei der "Bild"-Zeitung und bei "Bild am Sonntag". Im Januar hatte er als Notvorstand die Führung des Berliner AfD-Landesverbands von Pazderski übernommen, der reguläre Landesvorstand ist seit Ende 2019 nicht mehr im Amt. Die Wahl eines neuen Landesvorstands scheiterte bislang daran, dass die Partei keinen Veranstaltungsort fand. Ein geplanter Landesparteitag musste mehrfach verschoben werden.

Vor gut einer Woche war auf das Auto des AfD-Bundesvorsitzenden Tino Chrupalla offenbar ein Brandanschlag verübt worden. Das auf seinem Privatgrundstück im sächsischen Gablenz geparkte Fahrzeug brannte vollständig aus.

mes/dpa/AFP
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