Rechtspopulisten Umfrage sieht AfD nur noch bei acht Prozent

Die Umfragewerte der AfD brechen ein. In einer Befragung verliert sie zwei Prozentpunkte. Beim Thema Flüchtlinge kann die Partei laut Forsa kaum noch punkten.
Bundesparteitag der AfD (April 2016)

Bundesparteitag der AfD (April 2016)

Foto: Christoph Schmidt/ dpa

Die AfD hat in den vergangenen Wochen offenbar deutlich an Wählergunst verloren. Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins "Stern" und des Fernsehsenders RTL würde die Partei derzeit acht Prozent der Stimmen erhalten. Ende Dezember hatte sie laut Forsa noch bei zwölf Prozent, Anfang Februar noch bei zehn Prozent gelegen.

Die Partei könne derzeit beim Thema Flüchtlinge kaum punkten, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner. "Die chaotische Amtsführung von US-Präsident Donald Trump, den man zunächst noch feierte, beunruhigt jetzt eher angesichts der Krisenherde in aller Welt." Auch trügen die Auseinandersetzungen in der Partei zum Wählerschwund bei.

Zudem seien die wenigen gemäßigten AfD-Anhänger zur SPD abgewandert, da Kanzlerkandidat Martin Schulz zugetraut werde, "die ihnen so verhasste Angela Merkel abzulösen", sagte Güllner. Die SPD bleibt bei 31 Prozent, die Union bei 34 Prozent. Die FDP steigt um einen Punkt auf sechs Prozent. Linkspartei und Grüne verharren bei acht beziehungsweise sieben Prozent.

Das Forsa-Institut befragte 2502 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger.

Auch der Wahltrend von SPIEGEL ONLINE sieht die AfD im Abwärtstrend. Die Partei steht nur noch bei zehn Prozent. Im Dezember war sie noch auf 13,4 Prozent gekommen. Die SPD hält sich bei 28,7 Prozent, die Union steigert sich um einen Punkt auf 34,1 Prozent. Grüne (7,9 Prozent), FDP (6,5 Prozent) und Linke (8,4 Prozent) bleiben nahezu unverändert.

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asa/dpa/Reuters/AFP
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