SPIEGEL-Umfrage AfD in Ostdeutschland bei 32 Prozent – deutlich vor der CDU
Delegierte auf dem AfD-Landesparteitag in Sachsen-Anhalt im April: Großer Zulauf im Osten
Foto: Hendrik Schmidt / picture alliance / dpaDie AfD führt in Ostdeutschland in der Wählergunst derzeit deutlich vor der CDU. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Verian im Auftrag des SPIEGEL. Bei der Sonntagsfrage nannten 32 Prozent die AfD, die CDU kommt auf 24 Prozent.
Die Ampelparteien haben es in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Berlin momentan besonders schwer: Die SPD steht der Umfrage zufolge bei zwölf Prozent, die Grünen bei neun Prozent, die FDP bei vier Prozent. Die Linke erreicht im Osten in der Umfrage neun Prozent der Stimmen.
Auch die jüngsten Debatten über die Beobachtung der in großen Teilen rechtsextremen AfD durch mehrere Verfassungsschutzämter und über ein mögliches Parteiverbot beeinflussen die wachsende Zustimmung anscheinend nicht.
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Die Frage nach der Situation der AfD in Ostdeutschland ist für 2024 von besonderer Bedeutung. In drei ostdeutschen Bundesländern werden neue Landesparlamente gewählt. In Sachsen und Thüringen sind die Wahlen am 1. September, in Brandenburg am 22. September.
Die Auswertung der Meinungsforscher stützt die Beobachtung, dass die AfD in allen neuen Ländern die 30-Prozent-Marke erreicht hat und damit unter den Parteien deutlich die höchsten Anteile auf sich vereinigt. Bislang ist es der AfD noch nie gelungen, bei einer Landtagswahl stärkste Kraft zu werden. Dies könnte sich im September 2024 ändern.