Baden-Württemberg AfD-Landtagsabgeordneter Grimmer an Corona gestorben

Berichte über die Coronapandemie bezeichnete er als »Panikmache« – und äußerte sich positiv über die laxen Gegenmaßnahmen in Schweden. Nun ist der baden-württembergische AfD-Abgeordnete Bernd Grimmer an Covid-19 gestorben.
AfD-Politiker Bernd Grimmer (2016)

AfD-Politiker Bernd Grimmer (2016)

Foto: Bernd Weißbrod / picture alliance / dpa

Der baden-württembergische AfD-Politiker Bernd Grimmer ist tot. Wie ein Sprecher des AfD-Kreisverbands Pforzheim-Enz bestätigte, starb der Landtagsabgeordnete an Covid-19. Zuvor hatte die »Pforzheimer Zeitung«  berichtet. Grimmer saß für den Wahlkreis Pforzheim im Stuttgarter Landtag.

»Mit großer Bestürzung haben wir erfahren, dass unser geschätzter Landtagsabgeordneter Dr. Bernd Grimmer verstorben ist«, heißt es in einer Mitteilung des AfD-Landesvorstands. Die Landesgruppe würdigte Grimmer als »Mitglied der ersten Stunde« sowie als »kompetenten Ökonomen«. Grimmer war Vorsitzender seines Pforzheimer Kreisverbands und holte nach Angaben der Partei 2016 erstmalig das Direktmandat für seine Partei. Dem Zeitungsbericht zufolge war Grimmer bereits in der Nacht zum Sonntag nach dreiwöchiger Krankheit gestorben. Er war nicht gegen Corona geimpft.

In der Vergangenheit hatte sich der Politiker wiederholt kritisch über die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie und die Berichterstattung zu dem Thema geäußert. So beklagte Grimmer auf seiner Facebook-Seite im Juli 2020 etwa eine »Panikmache« durch die Medien.

Den Umgang Schwedens, das seit Beginn der Pandemie nur vergleichsweise milde Maßnahmen einsetzt, bezeichnete er noch im August als »angemessen«.

Auf Nachfrage bestätigte ein Sprecher des Kreisverbands, die AfD sei weiterhin gegen eine Impfpflicht gegen das Virus.

fek
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