Umfrage AfD legt auf fünf Prozent zu

Die AfD erreicht zum ersten Mal seit Monaten im Wahltrend wieder fünf Prozent. Die Rechtspopulisten konnten vor allem in Bayern und im Osten zulegen. Forsa-Chef Güllner sieht CSU-Chef Seehofer in der Verantwortung.
AfD-Demo in Potsdam: Die Populisten verbessern sich im Osten und in Bayern

AfD-Demo in Potsdam: Die Populisten verbessern sich im Osten und in Bayern

Foto: Ralf Hirschberger/ dpa

Die AfD kann in der Wählergunst wieder zulegen. Einer Umfrage zufolge erreicht sie erstmals seit dem Frühjahr wieder fünf Prozent der Stimmen. Dem aktuellen Wahltrend von "Stern" und RTL zufolge konnte sich die eurokritische Partei um einen Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche verbessern. Die Unionsparteien CDU/CSU halten sich bei 40 Prozent, die SPD bleibt bei 24 Prozent. Auch bei den Grünen und der Linken verändert sich mit jeweils 10 Prozent nichts. Die FDP verharrt bei fünf Prozent.

Für den Anstieg der Beliebtheit der AfD sind vor allem bessere Werte in Bayern und in Ostdeutschland verantwortlich. Im Süden konnte sie sich von vier auf sechs Prozent steigern, im Osten von sieben auf elf Prozent. In den übrigen Bundesländern liegt die AfD weiter bei vier Prozent.

Forsa-Chef Manfred Güllner sieht die CSU in der Verantwortung: "Mit seinen Attacken gegen Kanzlerin Angela Merkel und ihre Flüchtlingspolitik hat der bayerische CSU-Ministerpräsident Horst Seehofer offenbar die Ausländerfeindlichkeit - und damit das Kernthema der AfD - wieder salonfähig gemacht." Die Union selbst profitiert nicht davon: Seit August fiel die CSU in Bayern von 51 auf 47 Prozent, die CDU in Ostdeutschland von 39 auf 33 Prozent.

Die Beliebtheit von Angela Merkel bleibt unverändert bei 49 Prozent. Die Kanzlerin hatte in der vergangenen Woche Sympathiepunkte eingebüßt und den niedrigsten Wert in diesem Jahr erreicht. Vizekanzler und SPD-Chef Sigmar Gabriel kann einen Prozentpunkt mehr verbuchen, liegt mit 14 Prozent aber 35 Prozentpunkte hinter Merkel.

ler/dpa
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