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20. April 2017, 18:16 Uhr

Sicherheit bei AfD-Parteitag in Köln

Polizei macht sich "große Sorgen"

Köln wappnet sich für den AfD-Parteitag: Die Polizei rechnet mit 50.000 Gegendemonstranten und gewalttätigen Protesten. Die Innenstadt wird zur Sicherheitszone - Hochzeitspaare von der Polizei zum Standesamt eskortiert.

Straßensperren, Tausende Polizisten und eine Flugverbotszone: Wenn die Alternative für Deutschland (AfD) am Wochenende in Köln ihren Bundesparteitag abhält, wird die Innenstadt zu einer Hochsicherheitszone. Die Polizei erwartet rund 50.000 Gegendemonstranten verschiedener Protestbündnisse, darunter auch mehrere Tausend Linksextreme.

"Wir machen uns große Sorgen", sagte der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies bei einer Pressekonferenz und zitierte einen Aufruf aus der linksextremen Szene. "Kommt alle nach Köln: Es wird unser Fest, und deren Hölle. Feuer statt Konfetti", heißt es darin unter anderem.

Mathies betonte, mehr als 4000 Beamte aus Nordrhein-Westfalen und dem ganzen Bundesgebiet würden "entschlossen und konsequent" gegen jede Form von Gewalt vorgehen. In einem Bereich, der die Innenstadt, Altstadt Nord, Altstadt Süd sowie Teile des Stadtteils Deutz umfasst, sind vom 20. April (12 Uhr) bis 24. April (12 Uhr) zudem alle Flüge untersagt. Es ist einer der größten Polizeieinsätze der vergangenen Jahre in Köln. Bereits 2016 war es während des Parteitages der AfD in Stuttgart zu heftigen Krawallen gekommen.

Und selbst für Hochzeitspaare haben die Demos Konsequenzen: Wer am Samstag einen Trautermin im Rathaus unweit des Alten Markts hat, wird von der Polizei zum Standesamt eskortiert. Und sollte es dort überhaupt kein Durchkommen geben, steht als Ausweich-Trauort das Bezirksrathaus im weit entfernten Stadtteil Porz zur Verfügung.

dop/AFP/Reuters

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