Europawahlkampf AfD setzt auf Zweifel am Klimawandel

Mit dem Euro fing es an, dann kamen Flüchtlinge, Flüchtlinge, Flüchtlinge. Nun will sich die AfD mit einem neuen Thema profilieren, der Klimapolitik.

Stefan Zeitz/ imago images

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Die AfD hat ein neues Themengebiet für sich entdeckt. Nachdem sie sich bislang vor allem über die Euro- und die Asylpolitik profiliert hat, will sie dies nun verstärkt in der Umweltpolitik tun, indem sie Zweifel am menschengemachten Klimawandel sät und Furcht vor dem Ende der Autoindustrie schürt. Lesen Sie hier die ganze Geschichte bei SPIEGEL+.

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"Wir wären ja bescheuert, wenn wir das Thema liegen lassen würden", sagte AfD-Parteichef Jörg Meuthen dem SPIEGEL. Es sei "eines der wichtigen", gerade für seine Partei. "Als Politiker muss man Themen aufgreifen, die die Leute umtreiben." In der AfD scheint das anzukommen: Das Europawahlplakat mit dem Slogan "Diesel retten" ist das Motiv, das die Kreisverbände derzeit am häufigsten bei der Geschäftsstelle ordern.

Auch Wahlforscher geben Meuthen recht: Laut "Politbarometer" der Forschungsgruppe Wahlen von Mitte April wird "Umwelt/Energiewende" als zweitwichtigstes "Problem in Deutschland" genannt, direkt nach "Ausländer/Integration/Flüchtlinge". Erst dann folgen "Mieten/Wohnungsmarkt" und "Renten". Und laut Infratest dimap spielten "Umwelt-und Klimaschutz" schon bei der Bundestagswahl 2017 für 89 Prozent der Wahlberechtigten eine sehr wichtige oder wichtige Rolle.

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Seite 1
muellerthomas 27.04.2019
1.
"Auch Wahlforscher geben Meuthen recht: Laut "Politbarometer" der Forschungsgruppe Wahlen von Mitte April wird "Umwelt/Energiewende" als zweitwichtigstes "Problem in Deutschland" genannt" Und daher ist es sinnvoll, wenn die AfD den Klimawandel leugnet und sich für Diesel einsetzt?
waldshut123 27.04.2019
2. Dieselfahrerpartei
Super jetzt hat die AFD 40% (Dieselfahrer und Sympatisanten) der Autofahrer. Meuthen hat recht, warum das Thema liegen lassen. Hat Mutti 2009 –Schrottprämie 2011– Atomaustieg auch nicht liegen lassen.
Supertramp 27.04.2019
3. Brandenburg und Vorpommern sind aber jetzt schon betroffen von der Dürre des Klimawandels
die AfD Wähler sitzen vermehrt im Osten Deutschlands. Das ist selbst für so eine populistische Partei schon dreist wenn die so weiter machen wollen obwohl es existenziell Getreide Ernte Ausfälle 2018 in Ostdeutschland gab
bebau 27.04.2019
4. Diesel =/= Klima!
Diesel stößt zwar viel Feinstaub aus, aber wenig CO2. Das sind zwei völlig verschiedene Themen.
radbodserbe 27.04.2019
5. Man will halt weiter der FDP Konkurenz machen und
mit eine Politik für die Reichen, dem "ehrlichem kleinen Mann" durch Beschneiden seiner Rechte helfen. Klingt verlogen und blödsinnig - kein Wunder, denn das ist es ja auch, aber einige Wähler wollen einfach daran glauben. Die AfD setzt halt mal wieder auf Ängste schüren und Feindbilder und sucht sich durch Anbiederung zahlungsfähige Förderer aus der Wirtschaft. Da kann man eine gewisse Tradition nicht leugnen - hat ja schon mal in Deutschland "geklappt".
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