AfD-Spendenaffäre Gauland nimmt Alice Weidel in Schutz

In der AfD-Spendenaffäre um die Co-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel meldet sich Alexander Gauland zu Wort. Er verteidigt seine Kollegin.

Alice Weidel
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Man könne ihr keinen Vorwurf machen: Im Fall dubioser Parteispenden aus der Schweiz an den AfD-Kreisverband der Co-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel hat Alexander Gauland seine Kollegin in Schutz genommen. "Ich glaube nicht, dass sie sich Vorwürfe machen muss", sagte der Co-Fraktionsvorsitzende Gauland der "Bild"-Zeitung. Falsch gehandelt habe offensichtlich ein Schatzmeister der Partei.

Gauland betonte, das Geld sei vielleicht "zu spät" zurückgezahlt worden. Andererseits sei mit der Rücküberweisung der Spende gehandelt worden, "wenn auch vielleicht etwas später, als zwingend notwendig gewesen wäre", sagte Gauland.

Laut mehreren Medienberichten wurden umgerechnet mehr als 130.000 Euro vom Konto einer Schweizer Pharmafirma an den AfD-Kreisverband Bodensee von Co-Fraktionschefin Alice Weidel überwiesen. Der Fall ist besonders brisant, da Parteispenden aus Nicht-EU-Ländern nach deutschem Recht nicht angenommen werden dürfen. Als Verwendungszweck sei angegeben gewesen: "Wahlkampfspende Alice Weidel".

Kubicki schätzt, es könnten Strafen von 390.000 Euro drohen

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) schätzt, dass der AfD deshalb bis zu 390.000 Euro Strafe drohen. Er könne das Verhalten von Weidel in der Angelegenheit nicht verstehen, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Verantwortliche in der Partei "dürften gewusst haben, dass Parteispenden aus dem außereuropäischen Ausland entweder sofort zurückzuweisen oder aber unverzüglich dem Bundestagspräsidenten auszuhändigen sind".

Transparency Deutschland zog die Rechtfertigungen Weidels in Zweifel. "Frau Weidel wird erklären und darlegen müssen, wann sie von der unzulässigen Großspende aus der Schweiz an sie und ihren Kreisverband erfahren hat und welche Maßnahmen sie daraufhin ergriffen hat", sagte Transparency-Vizechef Hartmut Bäumer der "Passauer Neuen Presse". Ihre bisherige Darstellung widerspreche jeder Lebenserfahrung.

mst/dpa

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