AfD Gauland will mit Front National kooperieren - aber nur ein bisschen 

Soll die AfD mit der französischen Rechtsaußen-Partei Front National zusammenarbeiten? Der Vize-Vorsitzende Gauland warnt, aber ganz verzichten will er dann doch nicht.

Alexander Gauland
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Alexander Gauland


Die AfD und der Front National (FN) - nach Meinung des thüringischen Landeschef Bernd Höcke sollen sie eine Allianz schmieden. Vize-Parteichef Alexander Gauland geht das zu weit, aber ganz will er auf die französischen Rechten nicht verzichten.

Er sagt, eine Kooperation mit Front-National-Chefin Marine Le Pen im Europäischen Parlament sei für die AfD zwar kein Problem, weil beide Parteien für ein "Europa der souveränen Vaterländer" einträten. Das "innenpolitische Gesicht" der französischen Partei sehe aber ganz anders aus als das der AfD. "Bis vor kurzem war der Front National auch antisemitisch", sagte Gauland.

Zusammenarbeiten, aber nicht zu eng, scheint Gaulands Devise zu sein. "Ich würde es zum Beispiel nicht für sinnvoll halten, jetzt ein symbolträchtiges Treffen zwischen (den Parteichefinnen) Marine Le Pen und Frauke Petry zu organisieren", sagte er weiter.

Dafür hatte sich der thüringische AfD-Chef Höcke ausgesprochen. Noch Mitte April hatte Gauland sich offener gezeigt, er sagte damals: "Man muss den FN ja nicht lieben, aber es kann der Moment kommen, in dem man sagen muss, wir können mit dem FN zusammenwirken, auch wenn wir nicht mit allem einverstanden sind, wofür er steht."

Der Europaabgeordnete Marcus Pretzell hatte sich nach seinem Ausschluss aus der konservativen EKR-Fraktion Anfang Mai der rechten EFN-Fraktion im Europäischen Parlament angeschlossen. Dieser Fraktion gehören neben der österreichischen FPÖ auch die italienische Lega Nord, die Front National und die niederländische PVV von Geert Wilders an. Die zweite AfD-Abgeordnete im Europäischen Parlament, Beatrix von Storch, wurde Mitglied der EFDD-Fraktion des britischen Rechtspopulisten Nigel Farage (Ukip).

heb/dpa

insgesamt 37 Beiträge
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Seite 1
ka117 13.05.2016
1.
Ein bisschen mit FN, ein bisschen mit Putin und demnächst ein bisschen mit KKK? Da sieht man, was für ein "lupenreiner Demokrat" Gauland ist.
DougStamper 13.05.2016
2. Und ich dachte immer
gleich und gleich gesellt sich gern. Naja Herr Gauland, hier wird es sich sicher nicht um unüberbrückbare Differenzen handeln. Das bisschen mehr nach rechts schaffen sie auch noch.
Biraso 13.05.2016
3. ich bitte sie
Was sind den heute lupenreine Demokraten? Sind es die die dauerhaft den sozialabbau im eigenen Land betreiben ala SPD und CDU ? Nene dann lieber eine Nationalistischere Partei als den schmoder nocal zu wählen und meine Zukunft und die meiner Kinder zu verbauen. Ne danke
Ontologix II 13.05.2016
4. CDU-Urgestein
Nicht zu vergessen: Alexander Gauland war 40 Jahre lang CDU-Mitglied und in verschiedenen hohen Staatsfunktionen tätig, u.a. war er Chef der hessischen Staatskanzlei unter Walter Wallmann.
cecile10 13.05.2016
5. Wie nett...
... man möchte etwas kooperieren mit einer Partei, die wirklich national-sozialistisch ist. Damit ist die AfD einen entscheidenden Schritt weiter auf dem Weg zu Ihrer r endgültigen Demaskierung.
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