Dubiose Wahlkampfhilfe Grünen-Politiker zeigt AfD an

Neuer Wirbel um die "Swiss Connection" der AfD: Niedersachsens früherer Umweltminister Stefan Wenzel hat Strafanzeige gegen Vertreter der Rechtspopulisten erstattet. Der Vorwurf: illegale Wahlkampffinanzierung.
AfD-Fähnchen im Landtagswahlkampf Niedersachsen

AfD-Fähnchen im Landtagswahlkampf Niedersachsen

Foto: Peter Steffen/ dpa

Der ehemalige niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel hat laut "Braunschweiger Zeitung" Strafanzeige gegen AfD-Politiker und gegen Unbekannt gestellt. Im Raum steht der Verdacht auf illegale Wahlkampffinanzierung. Wenzel beruft sich auf Presseberichte zur Finanzierung der Wahlkämpfe der AfD.

Am Mittwoch hatte SPIEGEL ONLINE über die "Swiss Connection" der AfD berichtet. Die Rechtspopulisten hatten von Werbekampagnen einer Schweizer PR-Agentur profitiert, die von anonymen Gönnern finanziert wurden. Nach SPIEGEL-Informationen geht die Bundestagsverwaltung inzwischen davon aus, dass es sich bei mehreren verdächtigen Wahlkampfaktionen für die AfD um "unzulässige Spenden" handelt. Die Prüfung der Vorgänge dauert noch an.

Die Partei selbst hatte die ominöse Wahlkampfhilfe lange heruntergespielt. Inzwischen ist die AfD aber auf Distanz zu ihren Unterstützern gegangen - offenbar unter dem Eindruck der laufenden Prüfverfahren.

"Das Muster findet sich in allen Wahlkämpfen der letzten zwei Jahre", sagte Wenzel der "Braunschweiger Zeitung". Auch in Niedersachsen bestehe der Verdacht, "dass illegale Finanzquellen eine Rolle gespielt haben".

zng