Zigarettenschmuggel Ermittlungen gegen AfD-Politiker

Gegen einen AfD-Politiker aus Brandenburg wird wegen Verdachts auf Zigarettenschmuggel im großen Stil ermittelt. Nicht das erste Mal, dass der Mann peinlich auffällt.


Gegen den Brandenburger AfD-Politiker Jan-Ulrich Weiß ermittelt die Staatsanwaltschaft Neuruppin wegen des Verdachts auf Zigarettenschmuggel im großen Stil. Oberstaatsanwalt Detlef Hommes bestätigte am Samstag einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus".

Die Zigaretten seien ins westeuropäische Ausland geschmuggelt worden, sagte Hommes. Weitere Einzelheiten wollte er mit Blick auf die laufenden Ermittlungen nicht nennen. Weiß war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Nach dem Bericht soll der Kreisvorsitzende der AfD in der Uckermark im März 2013 einen illegalen Transport von drei Millionen Zigaretten nach England organisiert haben. Bei dem Ermittlungsverfahren gehe es um den Verdacht der Steuerhinterziehung in Höhe von einer halben Million Euro.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Abgeordnete Jan-Ulrich Weiß unangenehm auffällt: Im September 2014 beriet die Partei über den Ausschluss von Weiß, weil er über seine Facebook-Seite antisemitische Karikaturen verbreitet hatte.

mhe/dpa



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