Afghanistan Bundeswehr beginnt mit Unterstützung des US-Militärs

Die Bundeswehr beginnt am Montag vom US-Militärflughafen im pfälzischen Ramstein aus mit ihren angekündigten Unterstützungsflügen für die US-Armee im Afghanistan-Einsatz.


Bundeswehr-Transall
DPA

Bundeswehr-Transall

Berlin - Die ersten drei Transall-Transportflugzeuge der Bundeswehr sollen von deutschen und amerikanischen Soldaten mit Decken, Medikamenten, Stroh und anderen Gütern beladen werden. Danach sollen sie von Ramstein aus nach Incirlik in das Nato-Partnerland Türkei starten.

Von dort können die im Rahmen der Operation "Enduring Freedom" (Dauerhafte Freiheit) bereitgestellten Güter später von amerikanischen Luftstreitkräften weiter in Richtung Afghanistan transportiert werden. Bis auf die Besatzungsmitglieder befördern die Transall-Maschinen zumindest vorerst keine Bundeswehrsoldaten. Die Shuttle-Transporte von Ramstein aus sollen zunächst auf zwei Monate begrenzt sein.

Vor Beginn der deutschen Flüge hat der Bundeswehrverband mehr finanzielle Unterstützung für die Streitkräfte gefordert. "Die Bundeswehr hat im Kampf gegen den Terrorismus ihre ganz deutlichen Grenzen. Diese resultieren aus der massiven Unterfinanzierung", sagte der Verbandsvorsitzende Bernhard Gertz am Montag im Deutschlandfunk. Bislang nicht verwirklichte Reformen und Modernisierungspläne erschwerten die Situation für die Bundeswehr.

Den Rücktritt der Geschäftsführerin der Gesellschaft für Entwicklung, Beschaffung und Betrieb (GEBB), die mit dem Verkauf von Liegenschaften Geld für die Bundeswehr beschaffen soll, wertete Gertz als Offenbarungseid. Wenn es Bundeskanzler Gerhard Schröder und Verteidigungsminister Rudolf Scharping (beide SPD) nicht schafften, die ausbleibenden Gelder der GEBB zu kompensieren, werde die Reform der Bundeswehr weiter aufgeschoben, sagte Gertz.



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