Bundestagswahl AfD-Vize Gauland gibt Posten in Brandenburg auf

Alexander Gauland will in den Bundestag. Dafür gibt der AfD-Vizechef seine Ämter in Brandenburg auf. Sein Nachfolger wird zum rechtsnationalen Flügel der Partei gezählt.

Alexander Gauland
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Brandenburgs AfD-Chef Alexander Gauland will im Frühjahr seine Spitzenämter im Land aufgeben, um sich auf die Bundestagswahl zu konzentrieren. "Beim Landesparteitag im April trete ich nicht mehr an", sagte er der "Bild"-Zeitung.

Der 75-Jährige ist Vorsitzender von Landespartei und Landtagsfraktion. In beiden Ämtern will ihm der Zeitung zufolge sein bisheriger Stellvertreter Andreas Kalbitz nachfolgen. Er wird zum rechtsnationalen Flügel der AfD gerechnet.

Gauland hatte in der vergangenen Woche zusammen mit Parteichef Jörg Meuthen und anderen einen Parteiausschluss von Björn Höcke verhindert. In einer Rede hatte Höcke zuvor das Holocaust-Mahnmal in Berlin als "Denkmal der Schande" bezeichnet und "eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad" verlangt.

Gauland selbst hatte im Mai für Empörung gesorgt, als er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" sagte, die Leute würden Nationalspieler Jérôme Boateng als Fußballspieler gut finden. "Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben."

Am vergangenen Wochenende hatte eine Mitgliederversammlung Gauland zum brandenburgischen Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl im September gewählt. Er ist auch stellvertretender Bundesvorsitzender seiner Partei.

cte/dpa



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