Konservative der CDU/CSU Chef der WerteUnion Mitsch zieht sich zurück

Der Vorsitzende der konservativen WerteUnion Alexander Mitsch tritt den Rückzug an – er will bei der Neuwahl des Bundesvorstands nicht mehr kandidieren. Als Grund nannte Mitsch einen »verheerenden Linkskurs« der CDU.
Vorsitzender der WerteUnion Alexander Mitsch (Archivbild)

Vorsitzender der WerteUnion Alexander Mitsch (Archivbild)

Foto: Christoph Schmidt/ picture alliance/dpa

Die WerteUnion, ein Zusammenschluss konservativer Christdemokraten, verliert ihren Vorsitzenden. Alexander Mitsch werde bei der turnusmäßig in den nächsten Monaten anstehenden Neuwahl des Bundesvorstands nicht mehr kandidieren, teilte der 54-Jährige am Donnerstag in einem Facebook-Post mit.

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Als Grund nannte er den »jahrelangen, verheerenden Linkskurs« der CDU.

»Das andauernde Versagen bei der Begrenzung und Steuerung der Einwanderung«, »die zu geringe Gewichtung der Freiheitsrechte in der Coronakrise und die heutige mehrheitliche Zustimmung zur europäischen Schuldenunion« machten es ihm unmöglich, »mich mit Überzeugung für die CDU in ihrer jetzigen Ausrichtung zu engagieren«.

»Der Spagat zwischen meiner Überzeugung einerseits und der notwendigen Solidarität zur Partei als Vertreter einer nach innerparteilicher Anerkennung strebenden Gruppe andererseits wird für mich zunehmend unerträglich«, so Mitsch.

Aufbau eines Netzwerks

Mitsch wolle sich, so schreibt er, nach seinem Austritt für »den Aufbau eines starken und dynamischen Netzwerks für eine freiheitliche Politikwende in Deutschland« engagieren.

Die WerteUnion sieht sich als Vertretung der konservativen Strömung in der Union, ist aber keine offizielle Parteigliederung. Nach Angaben Mitschs hat sie rund 4000 Mitglieder. Mitsch wirbt seit Längerem für einen konservativeren Kurs in der CDU und bis vor Kurzem für Friedrich Merz als Kanzlerkandidat.

ssp/dpa
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