"Alternative für Deutschland" NPD will Anti-Euro-Partei unterwandern

Die NPD räubert offenbar bei der Konkurrenz: Man beobachte die neue "Alternative für Deutschland" genau, sagte ein hochrangiges Mitglied der rechtsradikalen Partei der "FAZ". Auch beim Gründungsparteitag waren zahlreiche Rechte präsent. Diese planen offenbar, die AfD zu unterwandern.
AfD-Vorstand Lucke: "Das grenzt ans Lächerliche"

AfD-Vorstand Lucke: "Das grenzt ans Lächerliche"

Foto: JOHANNES EISELE/ AFP

Berlin - Raus aus dem Euro - das ist die wichtigste, man könnte auch sagen: die einzige Forderung der neugegründeten Alternative für Deutschland (AfD). Mit diesem Motto können sich offenbar auch viele Wähler der NPD identifizieren. Der stellvertretende Landesvorsitzende der Berliner NPD, Uwe Meenen, hat in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ("FAZ") den Versuch einer geplanten Unterwanderung der AfD eingeräumt.

Zwei Dutzend "bekannte Gesichter" habe er auf dem Parteitag der AfD am vergangenen Wochenende gesehen - darunter "aktive Kader" der NPD und "radikale, parteifreie Kräfte", so Meenen in der "FAZ". Dabei handelte es sich durchaus nicht um einen Zufall. "Eine Strategie ist das schon. Man möchte wissen, was die Konkurrenz macht", so Meenen.

Mit Gucken allein ist es aber offenbar nicht getan. Wenn NPD-Leute in Zukunft für Führungspositionen der AfD kandidieren könnten, "sollte diese Gelegenheit beim Schopf ergriffen werden".

Bei der AfD kommt diese Entwicklung gar nicht gut an. Vorstandsmitglied Bernd Lucke sagte der "FAZ", der Versuch, mit einer Handvoll eventuell unerkannter NPD-Mitglieder eine Partei mit 8500 Mitgliedern zu übernehmen, "grenzt ans Lächerliche". Trotzdem will er durchgreifen. Lucke kündigte Ausschlussverfahren wegen Parteischädigung gegen Mitglieder an, die "NPD-Ansichten" unterstützen.

jok