Kritik an Protestpartei SPD-Generalsekretärin fordert Anti-AfD-Bündnis

Als "Demagogen im Schlafrock" und "eine Schande für Deutschland" hat SPD-Generalsekretärin Fahimi die AfD bezeichnet. Neben CDU und SPD sollten auch Gewerkschaften, Kirchen und Stiftungen Position gegen die Rechtspopulisten beziehen.
SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi: "Das Land nicht der AfD überlassen"

SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi: "Das Land nicht der AfD überlassen"

Foto: Wolfgang Kumm/ dpa

Berlin - SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi fordert ein breites Bündnis über Parteigrenzen hinweg gegen die aufstrebende Partei Alternative für Deutschland (AfD), die gerade in drei ostdeutsche Landtage eingezogen ist. "Unser Land ist zu wichtig, als dass wir es diesen Demagogen im Schlafrock überlassen sollten", schreibt sie in einem Beitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

Neben der SPD und anderen Parteien sollten auch Gewerkschaften, Kirchen, Industrie- und Sozialverbände, Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen der euroskeptischen Partei klar entgegentreten, so Fahimi. Sie wolle keinen abermaligen deutschen Sonderweg, "der leichtfertig das Friedens- und Freiheitsprojekt Europas gefährdet, für das Brandt, Adenauer, Schmidt, Genscher und Kohl gekämpft haben".

"Ich möchte die AfD nicht dämonisieren. Genauso falsch ist es aber, sie zu verharmlosen", schreibt Fahimi. Sie würde sich wünschen, dass mehr CDU-Politiker so eindeutig Position beziehen würden wie Finanzminister Wolfgang Schäuble. Er habe recht: "Die AfD ist eine Schande für Deutschland." Deshalb dürfe sie für niemanden in Bund, Ländern und Kommunen als Koalitionspartner in Frage kommen.

vet/dpa
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