Tagesvorschau Was Donnerstag wichtig wird

Deutschlands Außenminister will in Kiew deeskalieren, der Wulff-Prozess geht in die entscheidende Phase und beim kriselnden Modekonzern Strenesse entscheiden die Gläubiger - diese Themen sind wichtig am Donnerstag.


Steinmeier fliegt nach Kiew

Außenminister Steinmeier: Auf schwieriger Mission in Kiew
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Außenminister Steinmeier: Auf schwieriger Mission in Kiew

Jetzt schlägt die Stunde der Diplomaten: Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) reist zusammen mit seinen Kollegen aus Frankreich und Polen an diesem Donnerstag nach Kiew. Die Außenminister wollen versuchen, die Kontrahenten in der Ukraine von einer weiteren Eskalation des Konflikts abzubringen. In Brüssel wollen zudem Vertreter der Europäischen Union über Sanktionen beraten. Für Steinmeier ist dies der erste Aufenthalt in der Ukraine seit der Rückkehr ins Auswärtige Amt. Anfang Dezember vergangenen Jahres war der damalige Außenminister Guido Westerwelle in Kiew zu Besuch. Der FDP-Politiker ging mit Oppositionsführer Vitali Klitschko auch auf den zentralen Unabhängigkeitsplatz, den Maidan. SPIEGEL ONLINE berichtet über die weitere Entwicklung in der Ukraine.

Mehr über die aktuelle Lage in Kiew finden Sie hier...


Plädoyers im Wulff-Prozess

Vor dem Landgericht Hannover geht der Prozess um den früheren Bundespräsidenten Christian Wulff in die voraussichtlich letzte Runde. Staatsanwaltschaft und Verteidigung sollen ihre Schlussplädoyers halten. Kommt es wie erwartet zu keinen neuen Beweisanträgen, könnte dann schon in der nächsten Woche der Richterspruch fallen.

Mehr zum Prozess um Christian Wulff finden Sie hier...


Was zählt zum Vermögen?

BSG in Kassel: Richter entscheiden über Lebensversicherung
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BSG in Kassel: Richter entscheiden über Lebensversicherung

Muss jemand sein Vermögen komplett auflösen, bevor er Hartz IV bekommt? Dieses Thema wird am Donnerstag das Bundessozialgericht beschäftigen. Es geht um die Frage, ob eine Hartz-IV-Empfängerin ihre Lebensversicherung vorzeitig kündigen muss. Die Richter werden entscheiden müssen, wie viel Verlust zumutbar ist und ob überhaupt feste Grenzen gezogen werden können.

Mehr zum Thema Hartz IV finden Sie hier...


Gläubiger entscheiden über die Zukunft von Strenesse

Strenesse-Chef Luca Strehle: Zahlungsaufschub als letzte Chance
obs/ Strenesse

Strenesse-Chef Luca Strehle: Zahlungsaufschub als letzte Chance

Strenesse wurde unter Gerd und Gabriele Strehle zu einem der erfolgreichsten deutschen Modeunternehmen. Inzwischen hat sich das Paar getrennt, Designerin Gabriele Strehle hat die Firma nach fast vier Jahrzehnten verlassen. Und der jetzige Chef, Luca Strehle, steckt in Schwierigkeiten. Er kann eine Zwölf-Millionen-Anleihe nicht zurückzahlen und musste seine Gläubiger um Zahlungsaufschub bitten. Am Donnerstag treffen sie sich im bayerischen Nördlingen, um über die Zukunft des Familienbetriebs zu entscheiden. Es droht die Insolvenz.


Die Debatte des Tages: Edathy - muss ein Untersuchungsausschuss her?

Auch nach dem Treffen der Koalitionsspitzen gab es keinen Regierungskonsens in Sachen Edathy. Lediglich CSU-Chef Seehofer bezog öffentlich klar Stellung, indem er notfalls einen Untersuchungsausschuss zur Affäre in Erwägung zog. Ein richtiger Weg, um zurück zum Regierungsalltag zu finden? Oder wieder nur eine weitere Seehofer-Provokation? Auch dieses Thema führte, wie alle Debatten zu Edathy-Themen im SPIEGEL-ONLINE-Forum zu kontroversen Beiträgen.



insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
Eisenstemmer 19.02.2014
1.
Steinmeier fliegt alao nach Kiew, um zu deeskalieren? Falsch. Er fliegt nach Kiew, um die EU zu einigen gegen eine Attrappe von Gegner. Die Unruhen in der Ukraine, von der EU seit Wochen geschürt, sind ein famoser Anlass, die EU nach aussen hin zu profilieren. Uebel nur, wenn die Russen darob sauer sind und ihrerseits "deeskalieren" möchten. Dann wird's so richtig spannend, im Jubliaeumsjahr des Ersten Weltkriegs.
redbayer 19.02.2014
2. Sie haben schon recht
Zitat von EisenstemmerSteinmeier fliegt alao nach Kiew, um zu deeskalieren? Falsch. Er fliegt nach Kiew, um die EU zu einigen gegen eine Attrappe von Gegner. Die Unruhen in der Ukraine, von der EU seit Wochen geschürt, sind ein famoser Anlass, die EU nach aussen hin zu profilieren. Uebel nur, wenn die Russen darob sauer sind und ihrerseits "deeskalieren" möchten. Dann wird's so richtig spannend, im Jubliaeumsjahr des Ersten Weltkriegs.
mit dem Steinmeier wird der Bock zum Gärtner gemacht. Noch schlimmer war unser Vorzeigehomo, der gleich auf den Maidan gegangen ist, um beim Barrikadenbau zu helfen. Das "Weltmachtstreben" der deutschen Politikerkaste treibt schon seltsame Blüten und wird uns vermutlich wieder in schwere Zeiten bringen. Die deutsche Geschichte ist voll davon.
MeinPoMei 20.02.2014
3.
Die EU kann da garnicht deeskalierent sein, sie ist befangen aufgrund des Ziels die Ukraine in die EU aufzunehmen - genauso andersrum mit Russland - Schröders Vorschlag von der UNO hört sich gut an! Länder kämpfen da eigentlich zu um ihre Interessen. Ob jeweilige Strohmänner in den Lagern verteilt worden sind?
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