SPON-Umfrage Große Mehrheit für Nahles-Vorstoß zu Arbeitslosengeld

SPD-Chefin Andrea Nahles fordert, dass ältere Menschen länger Arbeitslosengeld I erhalten sollen. Laut einer SPON-Umfrage erhält sie dafür große Zustimmung.
Andrea Nahles (SPD)

Andrea Nahles (SPD)

Foto: Swen Pförtner/ dpa

Seit April vergangenen Jahres ist Andrea Nahles Vorsitzende der SPD. Da steckte die Partei bereits tief in der Krise, doch nach wie vor schneiden die Sozialdemokraten in Umfragen nicht gut ab.

Die SPD-Chefin selbst hat teils desaströse persönliche Werte. In Umfragen galt zuletzt: Tauchen die Begriffe Nahles und SPD in einer Frage auf, gab es eher Ablehnung. Nun aber kommt ein Nahles-Vorstoß bei der Bevölkerung sehr gut an. Es geht um eine Idee aus ihrer "Sozialstaatsreform 2025".

Demnach fordert die SPD-Chefin unter anderem, dass Menschen, die älter als 50 Jahre sind, zukünftig länger Arbeitslosengeld I beziehen sollen. Das stößt laut einer repräsentativen Umfrage des Online-Meinungsforschungsinstituts Civey für SPIEGEL ONLINE auf Zustimmung. Eine klare Mehrheit (etwa 64 Prozent) bewertet den Vorschlag positiv. Nicht einmal ein Viertel (etwa 23 Prozent) stellt sich dagegen.

Zustimmung von Wählern aller Parteien

Und diese Zustimmung kommt nicht nur aus den eigenen Reihen. Auch Wähler aller anderen Parteien im Bundestag geben eher positive als negative Bewertungen ab, was den Vorschlag der SPD-Chefin angeht. Bei Wählern der Linken (etwa 79 Prozent) und der Grünen (75) fällt die Zustimmung besonders hoch aus, aber auch bei Sympathisanten der AfD (54), der Union (47) und der FDP (46) überwiegen die positiven Bewertungen.

Wer steckt hinter Civey?

An dieser Stelle haben Leser in der App und auf der mobilen/stationären Website die Möglichkeit, an einer repräsentativen Civey-Umfrage teilzunehmen. Civey ist ein Online-Meinungsforschungsinstitut mit Sitz in Berlin. Das Start-up arbeitet mit unterschiedlichen Partnern zusammen, darunter sind neben SPIEGEL ONLINE auch der "Tagesspiegel", "Cicero", der "Freitag" und Change.org. Civey wird durch das Förderprogramm ProFit der Investitionsbank Berlin und durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert.

aev