Vortrag über Gleichberechtigung Andrea Nahles ist zurück

Vor zwei Monaten wirbelte ihr Rücktritt als SPD-Chefin das politische Berlin durcheinander: Andrea Nahles erschütterte ihre Partei, die Große Koalition. Jetzt ist sie erstmals wieder öffentlich aufgetreten.

Andrea Nahles, Ex-SPD-Chefin, hält einen Vortrag im Kloster Maria Laach. Sie sprach über das Thema "Die Gleichberechtigung von Mann und Frau laut Grundgesetz und im wahren Leben"
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Andrea Nahles, Ex-SPD-Chefin, hält einen Vortrag im Kloster Maria Laach. Sie sprach über das Thema "Die Gleichberechtigung von Mann und Frau laut Grundgesetz und im wahren Leben"


Andrea Nahles meldet sich zurück, mit einem Vortrag zum Thema "Die Gleichberechtigung von Mann und Frau laut Grundgesetz und im wahren Leben".

Nach ihrem Rückzug aus der SPD-Spitze vor zwei Monaten trat die Ex-Politikerin am Montagabend bei einer Veranstaltung im Benediktinerkloster Maria Laach (Rheinland-Pfalz) auf und hielt diesen Vortrag.

Fragen, wie es ihr gehe, ignorierte sie und grüßte nur mit einem kurzen "Hallo". Und auch über die SPD wollte die ehemalige Partei- und Fraktionschefin nicht reden. Stattdessen referierte sie über: Gleichberechtigung.

Dass Männer und Frauen gleichberechtigt seien, so wie es im Grundgesetz steht, das sei ein wunderbarer Satz, aber keine Selbstverständlichkeit, sagte Nahles und beklagte, dass auch im Bundestag Frauen noch immer unterrepräsentiert seien. Der Frauenanteil unter den Abgeordneten sei von 36 Prozent in der vergangenen Legislaturperiode auf jetzt 30 Prozent gesunken: "Es geht wieder rückwärts." Es bleibe also noch viel zu verbessern.

Nahles war Anfang Juni von ihren Ämtern als Partei- und Fraktionschefin zurückgetreten. Auch wenn sie angekündigt hatte, auch ihr Bundestagsmandat niederzulegen, ist sie derzeit noch Mitglied des Bundestages.

Die SPD macht derweil ohne sie weiter: Im Rennen um ihre Nachfolge gibt es derzeit mehrere Bewerber, darunter sind aber bisher keine Schwergewichte aus den Reihen der Minister oder Ministerpräsidenten. Kandidaten für den Posten, erstmals auch Teams, haben bis zum 1. September Zeit, sich zu bewerben. Der Parteivorsitz soll nach einer Mitgliederbefragung auf einem Parteitag Anfang Dezember besetzt werden.

evh/dpa



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