Berliner Abgeordnetenhaus Ex-CDU-Sprecher wechselt zur AfD

Andreas Horst war zuletzt Sprecher der Berliner CDU-Fraktion. Nun hat er einen neuen Arbeitgeber: die AfD im brandenburgischen Landtag.
Andreas Horst

Andreas Horst

Foto: M. Lewerentz/ CDU-Fraktion Berli

Bis November war Andreas Horst Sprecher der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus. Nach nur wenigen Monaten in diesem Job ist Horst nun zur AfD gewechselt. Im brandenburgischen Landtag spricht er für deren rechtspopulistische Fraktion.

Zwischen Fraktionschef Florian Graf und Horst, der den Posten erst im Mai 2017 antrat, soll es der "Berliner Zeitung " zufolge zuvor offenbar geknirscht haben. Der Wechsel irritiert laut "Tagesspiegel " dennoch Horsts früheren Arbeitgeber. Der Mitte 50-Jährige sei mit der CDU verbandelt gewesen. Außerdem grenze sich die Partei klar von der AfD ab.

Fraktionssprecher Horst verteidigte den Schritt laut "Tagesspiegel" mit den Worten: "Das Bessere ist des Guten Feind." Zudem sei Horst aus Protest gegen Kanzlerin Angela Merkel bereits 2010 aus der CDU ausgetreten.

Horst hatte den Angaben zufolge schon Mitte der Neunziger als Referent bei Wahlkämpfen und später für die parteinahe Konrad-Adenauer-Stiftung gearbeitet.

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Nachfolger als Sprecher der Berliner CDU-Fraktion soll ab Februar Olaf Wedekind werden. Er war Jahrzehnte lang landespolitischer Journalist des Berliner Boulevardblatts "B.Z." Wedekind schrieb: "Freue mich auf die neue Herausforderung..."

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