Umfrage Für die meisten Ostdeutschen gehört der Islam nicht zu Deutschland

"Der Islam gehört zu Deutschland", sagt Angela Merkel. Laut einer Umfrage für den SPIEGEL lehnen 55 Prozent der Ostdeutschen diese Aussage ab. Im Westen sind es nur 40 Prozent.
Anti-Islam-Protest in Berlin: Ablehnung für Merkels Islam-Äußerung

Anti-Islam-Protest in Berlin: Ablehnung für Merkels Islam-Äußerung

Foto: ODD ANDERSEN/ AFP

Hamburg - Die Ansichten der Menschen über den Islam unterscheiden sich stark zwischen alten und neuen Bundesländern. Das ergibt sich aus einer repräsentativen Umfrage von Advanced Market Research für den SPIEGEL. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Demnach lehnen 55 Prozent der Ostdeutschen die Aussage von Kanzlerin Angela Merkel ab, der Islam gehöre zu Deutschland - deutlich mehr als im Westen der Republik. Es sind auch nur 61 Prozent der Bürger im Osten der Meinung, dass Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak oder Afrika aktive Hilfe in Deutschland benötigen. Im Westen sind 72 Prozent dafür.

Eine persönliche Bedrohung durch islamistischen Terror wird dagegen ähnlich wahrgenommen. 96 Prozent der Menschen im Osten und 95 Prozent im Westen fühlen sich laut der Umfrage bedroht. "Sehr bedroht" fühlen sich sogar 29 Prozent aller Befragten. Fast zwei Drittel der Deutschen sind zudem der Ansicht, dass die muslimischen Gemeinden in Europa eine stärkere Mitverantwortung im Kampf gegen den islamistischen Terror übernehmen sollten.

(Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

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