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CDU-Parteitag: Eigenlob von der Chefin

Foto: Michael Kappeler/ dpa

Parteitag Merkel mit Rekordergebnis als CDU-Chefin wiedergewählt

Überwältigende Mehrheit für die Chefin: Angela Merkel ist auf dem Bundesparteitag der CDU in Hannover als Vorsitzende wiedergewählt worden. Die Kanzlerin erhielt knapp 98 Prozent der Stimmen - rund zwei Prozentpunkte mehr als bei ihrem bislang besten Abschneiden.

Hannover - Angela Merkel ist die unbestrittene Führungsfigur der CDU - auf dem Bundesparteitag in Hannover wurde die Bundeskanzlerin jetzt mit deutlicher Mehrheit in ihrem Amt als Parteichefin bestätigt: 97,94 Prozent der Delegierten stimmten für Merkel. Sie wurde damit zum siebten Mal in Folge zur Vorsitzenden gewählt. Bei der letzten Vorstandswahl hatte Merkel 90,4 Prozent der Stimmen erhalten.

"Ich bin platt und bewegt. Jetzt geht es zusammen mit denen, die noch gewählt werden, ran an den Speck. Wir haben viel vor", sagte die Kanzlerin in ihren kurzen Dankesworten nach der Wiederwahl.

903 Delegierte stimmten dieses Mal für Merkel, 19 gegen sie, 9 enthielten sich. Ihr bisher bestes Ergebnis hatte sie im Jahr 2000 geholt, damals stimmten in Essen 95,94 Prozent der Delegierten für Merkel.

Trotz des Traumresultats verpasste sie die absolute Bestmarke von Helmut Kohl (99,3 Prozent im Jahr 1975). Auch Konrad Adenauer, der 1954, 1956 und 1958 per Akklamation einstimmig gewählt wurde, hatte 1960 ein besseres Prozentergebnis geholt. 99,1 Prozent erlangte in Karlsruhe.

Vor ihrer Wiederwahl hatte Merkel in einer Ansprache rund 60 Minuten lang vor allem die eigenen Verdienste gelobt. Die schwarz-gelbe Koalition habe dafür gesorgt, dass Deutschland den tiefsten Stand der Arbeitslosigkeit und den höchsten Stand der Erwerbstätigkeit erreicht habe. Keine Vorgängerregierung, so Merkel, habe "so viel Geld für Bildung und Forschung ausgegeben". Zudem betonte die Kanzlerin, dass sie sich eine Fortsetzung der Kooperation mit den Liberalen wünsche.

In Hannover soll die Zahl der Vizevorsitzenden von vier auf fünf erhöht werden, um Kampfkandidaturen zu vermeiden. Inhaltlich soll über das strittige Thema einer Gleichstellung von homosexuellen Paaren mit Eheleuten bei der Steuer entschieden werden. Ein Konflikt um Rentenverbesserungen für ältere Mütter war vor dem zweitägigen Treffen mit einem Kompromissvorschlag entschärft worden.

Der Leitantrag der Parteispitze, in dem vor allem die wirtschaftspolitische Aufstellung der Union im Wahljahr 2013 fixiert wird, steht erst am Mittwoch auf dem Programm.

hen/jok/dpa/Reuters