Aus Sorge vor Panne Luftwaffe fliegt mit zwei Airbussen zum G20 nach Japan

Auf dem Weg zum G20 in Buenos Aires musste der Airbus mit Kanzlerin Merkel an Bord zwischenlanden. Damit sich ein Ausfall beim Gipfel in Japan nicht wiederholt, schickt die Luftwaffe zwei Maschinen los.

Peinliche Panne beim G20 in Buenos Aires: Airbus "Konrad Adenauer" (Archivbild)
DPA

Peinliche Panne beim G20 in Buenos Aires: Airbus "Konrad Adenauer" (Archivbild)


Diesmal soll Angela Merkel ohne Panne zum Treffen der G20 kommen: Um einem möglichen Ausfall wie beim vergangenen G20-Gipfel in Buenos vorzubeugen, fliegt die Luftwaffe am Donnerstag mit beiden verfügbaren Airbus A340 der Flugbereitschaft nach Japan. Dies meldet das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) und beruft sich dabei auf Bundeswehr-Kreise.

Bereits am Mittwoch seien die beiden größten verfügbaren Flugzeuge der Flugbereitschaft in Berlin-Tegel zur Vorbereitung gestellt werden. Am Donnerstag soll dann der erste A340 mit der Bundeskanzlerin an Bord gegen Mittag in Richtung Osaka starten. Mit etwas Verzögerung wird dann der zweite A340 aus Berlin zu einem ohnehin fälligen, regulären Trainingsflug nach Tokio starten.

Sollte die Reise der Kanzlerin planmäßig verlaufen, vollzieht die Besatzung des zweiten A340 planmäßig das Trainingsprogramm. Im Falle eines technischen Problems oder eines Zwischenfalls bei der Kanzlerinnenmaschine stünde das Trainingsflugzeug als Ersatz zur Verfügung.

Die Luftwaffe reagiert damit auf die vermehrten Ausfälle in den vergangenen Monaten. Höhepunkt dieser Pannenserie war der Ausfall des Kanzlerinnen-Airbus "Konrad Adenauer" auf dem Weg zum G20-Gipfel nach Buenos Aires im vergangenen November. Ursache war damals eine defekte elektronische Verteilerbox.

Merkel musste damals auf dem Weg zum G20-Gipfel nach kurzer Flugzeit umdrehen, weil an ihrem Airbus "Konrad Adenauer" gravierende Defekte aufgetreten waren. Unter anderem fiel der Funkverkehr aus, auch mit der Stromversorgung gab es erhebliche Probleme. Der Flugkapitän landete die Maschine damals in Köln, Merkel musste mit einem Linienflug über Madrid nach Buenos Aires fliegen - und verpasste Teile des ersten Gipfeltages.

Der Pannen-Airbus wurde danach in einer mehrmonatigen Wartungsphase überholt, auch bei der Schwestermaschine "Theodor Heuss" haben Mechaniker jene Teile ausgetauscht, die bei "Konrad Adenauer" kaputt gegangen waren. Aber auch bei anderen von der Flugbereitschaft der Bundeswehr eingesetzten Regierungsmaschinen kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu mehr oder weniger schweren technischen Pannen.

als/dpa



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