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27. Juni 2019, 09:36 Uhr

Schloss Bellevue

Merkel hat erneut Zitteranfall

Vor acht Tagen hatte ein Auftritt Angela Merkels für Aufsehen gesorgt: Bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj hatte sie extrem gezittert. Jetzt wiederholte sich das Geschehen.

Angela Merkel hat erneut einen Zitteranfall erlitten. Bei der Überreichung der Ernennungsurkunde an die neue Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) stand die Bundeskanzlerin im Schloss Bellevue neben Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD), als ihr ganzer Körper erneut stark zu zittern begann.

Als sie sich anschließend bewegte, sei es ihr wieder besser gegangen, berichtete ein Fotograf der Nachrichtenagentur dpa, der die Szene festhielt. Merkel bekam ein Glas Wasser angeboten, das sie aber nicht annahm. Anschließend war sie auch zur Vereidigung Lambrechts anwesend.

Schon vor acht Tagen hatte ein Auftritt Merkels Sorge ausgelöst: Beim Empfang des neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hatte sie erheblich gezittert. Während sie gemeinsam mit Selenskyj auf das Abschreiten der Ehrenformation der Bundeswehr wartete, begannen ihre Beine und ihr Körper heftig zu zittern. Als sie mit dem Präsidenten dann die Formation abschritt, hatte sich das sichtbar wieder gelegt. Merkel erklärte später, sie habe an dem heißen Tag zu wenig getrunken.

Regierungssprecher Steffen Seibert sagte auf Anfrage der dpa über mögliche Auswirkungen des neuerlichen Vorfalls auch auf Merkels am Mittag geplante Reise zum G20-Gipfel nach Japan: "Alles findet statt wie geplant. Der Bundeskanzlerin geht es gut." Merkel saß anschließend im Bundestag auf der Regierungsbank.

aev/dpa

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