Erneuter öffentlicher Zitteranfall Sorge um Gesundheitszustand der Bundeskanzlerin

Schon wieder zeigt Kanzlerin Angela Merkel körperliche Ausfallerscheinungen. Beim Empfang des finnischen Ministerpräsidenten Antti Rinne zitterte sie zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen.

Adam Berry/Getty Images

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat beim Empfang des finnischen Ministerpräsidenten Antti Rinne mit militärischen Ehren erneut einen Zitteranfall erlitten. Aufnahmen zeigen, dass sie wieder beim Abspielen der Nationalhymnen auf dem Podium längere Zeit zitterte. Es ist bereits der dritte solche Anfall innerhalb von gut drei Wochen.

Die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer bestritt allerdings gesundheitliche Probleme bei Merkel. "Der Bundeskanzlerin geht es gut", versicherte Demmer mehrfach. Merkel selbst äußerte sich bei einer Pressekonferenz mit dem finnischen Ministerpräsidenten Antti Rinne. "Man muss sich keine Sorgen machen", sagte sie.

Merkel begründete den Anfall damit, dass sie immer noch in der "Verarbeitungsphase" des Anfalls Mitte Juni beim Empfang des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sei. "Die ist offensichtlich noch nicht ganz abgeschlossen, aber es gibt Fortschritte", sagte Merkel.

Bei dem Treffen mit Selenskyj hatte die Kanzlerin ebenfalls heftig gezittert. Nur neun Tage später erlitt sie bei der Ernennung der neuen Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue einen weiteren Anfall.

Bereits nach den ersten beiden Zitteranfällen beteuerte Merkel vor Journalisten, dass es ihr gut gehe. "Ich bin überzeugt, so wie diese Reaktion aufgetreten ist, so wird sie auch wieder vergehen", sagte Merkel am Rande des G20-Gipfels im japanischen Osaka auf die Frage, ob sie aufklären könne, was hinter den Zittervorfällen stecke. Sie könne die Frage verstehen, sagte Merkel daraufhin. "Ich habe aber nichts Besonderes zu berichten. Sondern mir geht es gut", sagte sie vor etwa zehn Tagen.

Aus Regierungskreisen hieß es, Merkels Zittern habe einen psychologischen Hintergrund - eine ähnliche Begründung, wie sie die CDU-Politikern auch diesmal anführte. Die Kanzlerin habe sich, als sie das zweite Mal einen Zitteranfall hatte, an das erste Zittern bei Selenskyis Empfang erinnert.

höh/kev/dpa



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