Nach vorsorglicher Quarantäne Merkel kehrt ins Kanzleramt zurück

Schluss mit Homeoffice: Die Bundeskanzlerin hat ihre selbstverordnete Quarantäne nach zwei Wochen beendet und arbeitet wieder aus dem Kanzleramt. Doch auch ihr Alltag ist weiter eingeschränkt.
Zurück an den gewohnten Arbeitsplatz: Angela Merkel Mitte März im Kanzleramt

Zurück an den gewohnten Arbeitsplatz: Angela Merkel Mitte März im Kanzleramt

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Markus Schreiber/ dpa

Zum ersten Mal seit zwei Wochen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel wieder ihre Wohnung verlassen. Sie kehre nach Ablauf ihrer selbstverordneten Quarantäne zu ihrem Arbeitsplatz im Kanzleramt zurück, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Merkel hatte sich am 22. März vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben, weil sie zwei Tage zuvor Kontakt zu einem Arzt hatte, der kurz darauf positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Der Mediziner hatte Merkel vorbeugend gegen Pneumokokken geimpft. Bei der Kanzlerin wurde jedoch keine Corona-Infektion festgestellt. Sie führte die Regierungsgeschäfte aus dem Homeoffice. "Glücklicherweise wurde die Bundeskanzlerin mehrfach negativ auf das Coronavirus getestet", sagte Seibert. "Die heimische Quarantäne ist zu Ende."

Jetzt gehe die Regierungsarbeit aus dem Kanzleramt weiter - was aber nichts daran ändere, "dass natürlich viele der Gespräche, die sie mit nationalen und internationalen Partnern führt, in diesen Tagen Telefonkonferenzen oder Videokonferenzen sein werden", sagte Seibert. Alle notwendigen Abstandsregelungen würden im Kanzleramt "sorgfältig beachtet".

Zuletzt hatte Merkel am Mittwoch in einer Telefonschalte aus der eigenen Wohnung mitgeteilt, dass die bundesweit geltenden Kontaktbeschränkungen bis nach Ostern verlängert werden.

Sie dankte den Bürgern, von denen sich eine Vielzahl an die strengen Regeln halte. Das sei auch weiterhin nötig. "Es ist bei Weitem zu früh darüber nachzudenken, die Kontaktbeschränkungen zu lockern", sagte die Kanzlerin.

mes/dpa
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