Rückzug von Kramp-Karrenbauer Merkel will sich aus Suche nach CDU-Chef raushalten

Angela Merkel hat bekräftigt, dass sie sich in die Frage nach der Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer im CDU-Vorsitz nicht einmischen will. Zur AfD äußert sich die Bundeskanzlerin hingegen deutlich.
Bundeskanzlerin Merkel will sich nicht im CDU-Chef-Casting einbringen: "Meine Erfahrung ist, dass die Vorgänger sich heraushalten sollten"

Bundeskanzlerin Merkel will sich nicht im CDU-Chef-Casting einbringen: "Meine Erfahrung ist, dass die Vorgänger sich heraushalten sollten"

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Michael Sohn/ AP

Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich nicht in die Vorgänge um die Neubesetzung des CDU-Vorsitzes und der Kanzlerkandidatur der Union einmischen. Sie habe dies bei ihrem Rücktritt vom Parteivorsitz im Oktober 2018 zugesagt und daran wolle sie sich halten, machte Merkel am Rande eines Besuchs der finnischen Ministerpräsidentin Sanna Marin in Berlin deutlich.

Merkel unterstrich, sie habe damals "sowohl zu meiner Bereitschaft Stellung genommen, Bundeskanzlerin zu sein, als auch - und das möchte ich nochmals unterstreichen - gesagt, dass ich mich in die Frage, wer in Zukunft die CDU führen wird oder auch Kanzlerkandidat wird, nicht einmische." Ihre "Erfahrung historischer Art" sei, "dass die Vorgänger sich aus so etwas heraushalten sollten. Und das befolge ich." Das heiße nicht, dass sie mit möglichen Kandidaten nicht spreche, sagte Merkel.

DER SPIEGEL

Finnlands Regierungschefin Marin geht indessen nicht davon aus, dass die Krise in der CDU die deutsche EU-Ratspräsidentschaft überschatten könnte. Deutschland sei sehr erfahren und auch auf Lösungen ausgerichtet, deswegen glaube sie, dass es die Ratspräsidentschaft in der zweiten Hälfte des Jahres sehr gut meistern werde.

Mit Blick auf eine Regierungsbeteiligung von Rechtspopulisten in anderen europäischen Staaten sagte Merkel, für die Union gelte, dass sie nicht mit der AfD zusammenarbeite. Über andere Länder wolle sie nicht urteilen, das müssten diese selbst entscheiden.

cht/dpa
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