Letzte Reisen als Kanzlerin Merkels Abschiedswelttour

Ein letztes Mal London, Moskau, Washington: Angela Merkels Zeit als Bundeskanzlerin geht nach 16 Jahren zu Ende. Fotos ihrer Abschiedstour – aus ungewöhnlichen Blickwinkeln.
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2. Juli: Coronakonforme Begrüßung – der britische Premierminister Boris Johnson heißt Merkel auf dem Landsitz Chequers willkommen. Die anschließende Presseerklärung eröffnet er mit einem kleinen Seitenhieb. Im Laufe der 22 Besuche Merkels in Großbritannien in ihren 16 Jahren als Kanzlerin hätten sich viele Dinge geändert. Er sei dankbar dafür, dass zumindest die englische Fußballnationalmannschaft nun einmal gegen die deutsche gewonnen habe.

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6. Juli: Royaler Besuch – Merkel empfängt den niederländischen König Willem-Alexander und dessen Frau Máxima im Bundeskanzleramt. Worüber auf der Dachterrasse gesprochen wurde, blieb geheim. Willem-Alexander sagte anschließend lediglich: Ihm sei bewusst, dass sich Deutschland angesichts der Bundestagswahl im September in einem besonderen Jahr befinde. Aber auch wenn die Besetzung des Parlaments sich ändere, gehe das Zusammenspiel der beiden Nachbarländer weiter. Er habe einen großen »Wunsch nach Kontinuität«.

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15. Juli: Visite in Washington – US-Vizepräsidentin Kamala Harris trifft Merkel zum Arbeitsfrühstück an ihrem Wohnsitz Number One Observatory Circle. Anschließend wurde die Kanzlerin mit der Ehrendoktorwürde der renommierten Johns-Hopkins-Universität ausgezeichnet und kam zu einem Gespräch mit US-Präsident Joe Biden zusammen.

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22. Juli: Keine Zeit zu verlieren – vier Minuten zu früh sitzt sie hinter dem Pult der Bundespressekonferenz vor der großen blauen Wand. Man könnte das als erstes Indiz dafür nehmen, wie ernst Angela Merkel auch ihren möglicherweise letzten Auftritt an dieser Stelle nimmt. Am Ende wird sie über ihre alljährliche Sommerpressekonferenz sagen, es sei »ja auch immer wieder eine Überraschung und macht auch Freude«.

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20. August: Prachtvoller Alexandersaal im Großen Kremlpalast – es ist Merkels 20., manche sagen auch 21. Besuch in Russland. Kremlchef Wladimir Putin hat ihr bei der Begrüßung einen Rosenstrauß übergeben. Doch die Blumen und Freundlichkeiten im Prunksaal können nicht darüber hinwegtäuschen, wie fundamental die Weltansichten der beiden inzwischen auseinanderliegen. Merkel wirkt angespannt und steif.

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21. August: Im Einsatz für die Partei – die Union läutet an diesem Samstag bei einem Treffen im Berliner Tempodrom die heiße Phase des Wahlkampfs ein. Merkel, Laschet und Söder versuchen dabei, Eintracht und Aufbruch zu signalisieren – mit überschaubarem Erfolg.

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1. September: Die Raute – in traditioneller Pose wartet Merkel auf ihre Auszeichnung mit dem »WHO Global Leadership Award«. Die Weltgesundheitsorganisation eröffnet an diesem Tag ein neues Pandemiefrühwarnzentrum in Berlin, den sogenannten Global Hub for Pandemic and Epidemic Intelligence. Dort sollen Informationen aus aller Welt zusammenlaufen, um virale Bedrohungen früh zu erkennen.

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9. September: Große Kunst – die Kanzlerin betrachtet das weltberühmte Werk »Brieflesendes Mädchen am offenen Fenster« des niederländischen Malers Jan Vermeer van Delft, auch genannt Johannes Vermeer (1632–1675). Merkel und der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte haben gemeinsam mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer die Ausstellung "Johannes Vermeer. Vom Innehalten" in der Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister eröffnet. Der Titel der Ausstellung sei auch eine Aufforderung an uns alle, in unserem hektischen Alltagsleben öfter einmal einen Moment innezuhalten, so die Kanzlerin.

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10. September: Gut geschützt – ausgerüstet mit Brille und Maske besichtigt Merkel in Berlin das mittelständische Unternehmen Knauer Wissenschaftliche Geräte GmbH.

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13. September: Respekt – Merkel verbeugt sich in Belgrad vor der serbischen Flagge. Neben ihr steht Serbiens Präsident Aleksandar Vučić.

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16. September: Freizeit vor Augendie Wachsfigur der Bundeskanzlerin von Madame Tussauds steht im Freizeitlook mit Rucksack, Basecap und Wanderhemd vor dem Reichstagsgebäude. Das Wachsfigurenkabinett zeigt die Figur nach der Bundestagswahl in diesem Outfit.

Foto: Jens Kalaene / picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
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23. September: Einmal ausgeflippt – im Vogelpark Marlow war Angela Merkel die Etikette dann wohl einfach egal. Die Kanzlerin ließ Papageien auf Armen, Schultern und Kopf landen. Auf diesem Foto verzieht sie das Gesicht, reißt den Mund auf und schaut überrascht. Offenbar wird sie in diesem Augenblick von einem Vogel gebissen.

Foto: Georg Wendt / picture alliance/dpa
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7. Oktober: Da geht es lang Angela Merkel kommt ein letztes Mal als Kanzlerin nach Rom und in den Vatikan. Sie spricht über Kindesmissbrauch und die Klimakrise. Von Italiens Ministerpräsident Draghi bekommt sie Dank und Lob.

Foto: Pierdomenico/Pool/Eidon / picture alliance/dpa/MAXPPP
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8. Oktober: Prost – »Merkel-Bier« steht am Rande der Enthüllung eines Reiterstandbilds der Noch-Bundeskanzlerin auf einem Tisch. Das Bier, auf dem das Reiterstandbild zu sehen ist, wurde extra zu dem Anlass gebraut. Die 2,70 Meter hohe lebensgroße Skulptur ist aus Leichtbeton und mittels eines entsprechenden 3D-Druckers hergestellt worden. Die Idee für das Standbild hatte der Künstler Wilhelm Koch.

Foto: Daniel Karmann / picture alliance/dpa
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10. Oktober: Gedenken – Israel Meir Lau (l.), Oberrabbiner von Tel Aviv und Vorsitzender von Yad Vashem, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Naftali Bennett, Premierminister von Israel, stehen während einer Zeremonie in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in der Halle der Erinnerung. Bennett würdigt sie als »echte Freundin des jüdischen Staates«.

Foto: Ilia Yefimovich / picture alliance/dpa
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16. Oktober: »Eine Menge Schwierigkeiten« – bei ihrem Abschiedsbesuch in der Türkei weist Merkel auf zahlreiche unbewältigte Konflikte im deutsch-türkischen Verhältnis hin, vom Thema Menschenrechte über Migration bis hin zu deutschen Staatsbürgern in türkischer Haft. Auch dass die Kanzlerin und der türkische Präsident Erdoğan die engen Beziehungen beider Länder betonen, kann nicht über die Differenzen hinwegtäuschen.

Foto: Uncredited / picture alliance / ASSOCIATED PRESS
wit
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