Aussetzer beim IT-Gipfel Spott über Merkels Suche nach dem F-Wort

Uups, was war denn da los? Ein Aussetzer von Angela Merkel beim IT-Gipfel in Hamburg sorgt für Erheiterung im Netz. In ihrer Rede über die digitale Zukunft hatte die Kanzlerin komplett den Faden verloren.
Kanzlerin Merkel beim IT-Gipfel: "Das war was ganz einfaches!"

Kanzlerin Merkel beim IT-Gipfel: "Das war was ganz einfaches!"

Foto: FABIAN BIMMER/ REUTERS

Hamburg - Die Reden von Angela Merkel gelten zwar normalerweise als nicht gerade mitreißend - ihr Manuskript spult die Kanzlerin aber in der Regel souverän herunter. Anders auf dem IT-Gipfel in Hamburg am Dienstag. Als Merkel über die digitale Agenda sprach, ereilte sie plötzlich ein Blackout.

Dabei suchte die Kanzlerin gar nicht nach einem besonders komplizierten Fremdwort aus der an besonders komplizierten Fremdwörtern nicht armen IT-Branche. Nein, es war der Begriff "Festnetz", der ihr partout nicht einfallen wollte. Eine gefühlte Ewigkeit rang die Kanzlerin mit ihren Worten.

Und wie es so ist in der IT-Gesellschaft: Inzwischen ist der Aussetzer als Video im Netz zu sehen. Und sorgt für entsprechende Reaktionen.

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"Für Merkel ist das #Festnetz wohl auch #Neuland. Zum fremdschämen!" twittert ein Nutzer in Anspielung auf Merkels mittlerweile legendären Satz "Das Internet ist für uns alle Neuland". Auf YouTube lästert ein Nutzer: "Mutti hat wohl Schwierigkeiten sich in Neuland zurechtzufinden." Andere können der kleinen Redepanne auch etwas Sympathisches abgewinnen. "Huahhh! 'Festnetz... Festnetz' Merkel kann auch komisch...", twittert jemand.

Merkel hatte eigentlich über den Netzausbau sprechen wollen - ein sensibles Thema. Schnelle Netze für jedermann, das kostet viel Geld. Wirtschaft und Politik streiten darüber, wer dafür auf welche Weise aufkommen soll.

Die Szene, die für so viel Heiterkeit im Netz sorgt: Sie habe gerade noch mit Timotheus Höttges, dem Vorstandschef der Telekom über das Thema gesprochen, erklärt Merkel in ihrer Rede. Höttges, der den Auftritt im Publikum verfolgt, habe ihr die "Drei F des Netzausbaus" nahegelegt, so die Kanzlerin weiter - und fängt an, diese aufzuzählen: "Frequenzen, Förderung…".

Stille.

"Was war das dritte, Herr Höttges?", fragt sie und winkt kurz darauf ab. "Er weiß es wohl selber nicht mehr". Ungeduldig sucht Merkel weiter nach dem Wort. "Das war was ganz einfaches!" sagt sie. Dann endlich fällt es ihr ein. "Festnetz!" ruft sie erleichtert. Im Publikum löst sich Applaus, auch vom Telekom-Chef.

Im Nachhinein dürfte kaum jemand verstehen, warum ausgerechnet "Frequenzen, Förderung, Festnetz" das Rezept für schnellen Netzausbau sein sollen. Aber wenigstens die Kanzlerin konnte sich über eine Rede freuen, die in Erinnerung bleiben dürfte.

idt/amz
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