Jamaika-Minister Wer was werden könnte

Klar, Angela Merkel bliebe in einer schwarz-gelb-grünen Koalition Kanzlerin. Aber wer hat Aussicht auf ein Ministeramt? Diese Namen sind denkbar.
Merkel, Göring-Eckardt, Lindner, Herrmann

Merkel, Göring-Eckardt, Lindner, Herrmann

Foto: [M] SPIEGEL ONLINE: Getty Images, KOALL/EPA-EFE/REX/Shutterstock, AFP, BARTH-T/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Sondieren, verhandeln, koalieren. Das ist der Dreischritt auf dem Weg zu einem neuen Regierungsbündnis. Doch eine knappe Woche nach der Wahl warten die potenziellen Partner einer Jamaikakoalition noch ab.

Das liegt an den Unionsparteien: Nach ihren herben Niederlagen bei der Bundestagswahl müssen CSU und CDU erst einmal selbst eine inhaltliche "Plattform" (Horst Seehofer) finden, auf deren Grundlage sie in Sondierungen mit möglichen Partnern gehen können.

Erst am 8. Oktober ist in Berlin ein Treffen der schwarz-schwarzen Verhandlungsdelegationen um CSU-Chef Seehofer und Kanzlerin Angela Merkel geplant. FDP-Vize Wolfgang Kubicki dagegen wünscht mehr Tempo. Gegenüber dem "Handelsblatt" zeigte er sich verwundert, dass Merkel noch nicht zu Sondierungen gebeten habe: "Wir würden dieser Einladung sofort folgen, bei denen wir uns nicht nur atmosphärisch annähern könnten. Wir könnten auch die Grundlagen schaffen, um so schnell wie möglich in Koalitionsverhandlungen eintreten zu können."

Eine Mehrheit der Deutschen ist laut einer Umfrage für die Bildung einer Jamaikakoalition: 59 Prozent der Befragten fänden ein solches Bündnis gut, 22 Prozent schlecht und 15 Prozent ist es egal, ergab das ZDF-"Politbarometer".

Doch vermutlich bleibt Jamaika bis mindestens Mitte Oktober, bis nach der Landtagswahl in Niedersachsen, in Warteposition. Erst dann könnten erste Sondierungen beginnen.

Nichtsdestotrotz wird natürlich längst im Hintergrund durchgespielt und spekuliert, wer was werden könnte, falls das neue Bündnis Realität wird. Man sortiert sich, bereitet sich vor - inhaltlich wie personell. Besonders spannend ist die Frage, wer die beiden wichtigen Ressorts Finanzen und Außen übernehmen wird.

Die FDP - die als zweitstärkster Partner in einer Jamaikakoalition wohl das erste Zugriffsrecht hätte - hat bereits ihr Interesse am Finanzministerium signalisiert. Die Grünen könnten dann in der Tradition Joschka Fischers den Anspruch aufs Auswärtige Amt erheben.

Sehen Sie hier eine mögliche Auswahl des Personals:

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Mögliche Koalition: Das Jamaika-Spitzenpersonal

Foto: TOBIAS SCHWARZ/ AFP
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