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Große Koalition Bundestag wählt Merkel mit 364 Stimmen zur Kanzlerin

Angela Merkel ist zum vierten Mal zur Bundeskanzlerin gewählt worden. Sie erhielt 364 Abgeordnetenstimmen - Union und SPD zusammen verfügen über 399. Die CDU-Politikerin nahm die Wahl an.

171 Tage nach der Bundestagswahl ist Angela Merkel (CDU) zur Kanzlerin gewählt worden. 364 Abgeordnete des Bundestages gaben der 63-Jährigen in der geheimen Wahl ihre Stimme. Das Regierungsbündnis aus CDU, CSU und SPD kommt auf 399 von 709 Stimmen.

Von den 702 anwesenden Abgeordneten gaben 692 ihre Stimme ab, davon waren vier Stimmen ungültig. Gegen Merkel votierten 315 Abgeordnete, neun enthielten sich.

Merkel erhielt 35 Stimmen weniger als die 399 Sitze, über die das Regierungsbündnis verfügt. Schon bei den vergangenen drei Regierungskoalitionen unter ihrer Führung erhielt Merkel nie alle Stimmen der jeweiligen Regierungsabgeordneten:

  • Bei ihrer ersten Kanzlerwahl 2005 stimmten 397 Abgeordnete für sie. Sie bekam damit 51 Stimmen weniger, als ihr die große Koalition aus CDU, CSU und SPD theoretisch hätte geben können.
  • 2009 votierten 323 Abgeordnete der schwarz-gelben Regierung für Merkel. 332 wären rechnerisch möglich gewesen, hätte die gesamte Regierungskoalition ein Ja abgegeben. Die nötige Kanzlermehrheit - 312 Stimmen - wurde allerdings um nur elf Stimmen übertroffen.
  • Bei ihrer letzten Wahl 2013 erhielt die CDU-Politikerin 462 Jastimmen und damit 42 weniger, als allein mit den Abgeordneten von CDU, CSU und SPD möglich gewesen wäre.
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Große Koalition: Merkels neue Minister(innen)

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Unmittelbar nach der Wahl sagte Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU): "Ich wünsche Ihnen, Frau Bundeskanzlerin, von Herzen Kraft und Erfolg und Gottes Segen bei der Bewältigung Ihrer großen Aufgabe." Er werde das Ergebnis unverzüglich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mitteilen.

Merkel erwiderte: "Ja, Herr Präsident, ich nehme die Wahl an." Nun fährt sie die rund zwei Kilometer zu Steinmeier ins Schloss Bellevue, wo dieser sie zur Kanzlerin ernennt.

Vereidigt wird sie anschließend vor den Mitgliedern von Bundesrat und Bundestag durch Schäuble, geplant ist dies für etwa zwölf Uhr.

Am Nachmittag sollen auch die Minister der großen Koalition nach ihrer Ernennung durch Steinmeier im Bundestag vereidigt werden (gegen 13.30 Uhr). Für 17 Uhr ist dann die erste Kabinettssitzung der neuen Regierung vorgesehen.

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dop/dpa/AFP
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