Kanzlerkandidatin der Grünen Baerbock nennt Ungenauigkeiten in ihrem Lebenslauf »Mist«

Annalena Baerbock musste in ihrer Vita mehrere Fehler einräumen. Nun äußerte sich die Kanzlerkandidatin der Grünen erstmals öffentlich zu den Korrekturen.
Annalena Baerbock, Kanzlerkandidatin der Grünen

Annalena Baerbock, Kanzlerkandidatin der Grünen

Foto: Michael Kappeler / dpa

Grünenchefin Annalena Baerbock hat sich für irreführende Angaben im eigenen Lebenslauf entschuldigt. »Meinen Lebenslauf habe ich knapp und komprimiert veröffentlicht und dabei unwillentlich einen missverständlichen Eindruck erweckt, den ich nicht erwecken wollte«, sagte die designierte Kanzlerkandidatin ihrer Partei. »Das war Mist.«

Baerbock bezog sich insbesondere auf unpräzise Angaben zu Mitgliedschaften in Organisationen. Sie hatte dort noch am Donnerstag unter anderem die Transatlantiker-Stiftung German Marshall Fund und das Uno-Flüchtlingshilfswerk UNHCR aufgeführt. Später wurde die Seite geändert, die Überschrift lautet statt »Mitgliedschaften« nun »Beiräte, (Förder-)Mitgliedschaften, regelmäßige Unterstützung«.

»Das tut mir leid, und es war alles andere als beabsichtigt«, sagte Baerbock. »Es hätte unbedingt einer gründlichen Kontrolle der Angaben bedurft. Das ist meine Verantwortung, und diese Lektion habe ich jetzt, haben wir jetzt gelernt.«

Auch wegen Baerbocks mehrjähriger Tätigkeit als Büroleiterin der grünen Europaabgeordneten Elisabeth Schroedter hatte es Diskussionen gegeben. Wie die »Welt « berichtete, hatte Baerbock zuletzt noch angegeben, von 2005 bis 2008 in Brüssel für Schroedter gearbeitet zu haben. Der Zeitung zufolge fand sich auf einer Website Schroedters jedoch die Angabe, dass Baerbock  bis August 2007 die Büros in Berlin und Potsdam leitete, später dann in Brüssel und Straßburg  Ansprechpartnerin war.

Mittlerweile hat die Partei die Angabe offenbar auf Anfrage der Zeitung hin entfernt. In der aktuellen Fassung  heißt es lediglich, Baerbock sei von 2005 bis 2008 Schroedters Büroleiterin gewesen. Ein Einsatzort wird gar nicht mehr genannt. »Frau Baerbock war zunächst in Deutschland, dann in Brüssel«, stellte eine Grünen-Sprecherin bereits am Samstag klar.

lau/dpa
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