Umfrage Baerbock verliert an Zustimmung

Annalena Baerbock hat bei den Wählerinnen und Wählern offenbar an Sympathie eingebüßt. Beim ZDF-»Politbarometer« sanken die Zustimmungswerte für die Kanzlerkandidatin der Grünen merklich.
Annalena Baerbock

Annalena Baerbock

Foto: Sean Gallup / Getty Images

Als Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin der Grünen präsentiert wurde, stiegen ihre Werte beim ZDF-»Politbarometer« , doch aktuell läuft es schlechter für sie: Baerbock verlor in dieser Woche der Erhebung zufolge deutlich an Zustimmung. Die Beurteilung bezieht sich auf Sympathie und Leistung (»Was halten Sie von?«).

In der am Freitag veröffentlichten Umfrage sackte ihr Beliebtheitswert im Vergleich zur vorherigen Befragung deutlich ab: Während sie vor zwei Wochen auf einer Skala von minus fünf bis fünf auf einen Wert von 1,0 kam, lag sie nun nur noch bei 0,5. Das ist der bislang schlechteste Wert für sie.

Auf Platz eins liegt weiterhin Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit einem Wert von 2,1. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) mit 1,8 und Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) mit 1,2. Auf Platz vier liegt der Co-Vorsitzende der Grünen, Robert Habeck, mit 1,0, knapp gefolgt von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz mit einem Wert von 0,9. Baerbock belegt Rang sechs.

Hinter ihr liegen Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit einem Wert von 0,3 und Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet mit 0,2. Auf den beiden letzten Plätzen finden sich FDP-Chef Christian Lindner und die Linkenpolitikerin Sahra Wagenknecht (jeweils 0,1).

Die Forschungsgruppe Wahlen befragte für das Politbarometer von Dienstag bis Donnerstag 1229 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte.

Baerbock war in dieser Woche unter Erklärungsdruck geraten, weil sie dem Bundestag Einnahmen verspätet gemeldet hatte (lesen Sie hier mehr ). Im neuen SPIEGEL fordert Grünen-Urgestein Hans-Christian Ströbele mehr Transparenz bei den Zahlungen (lesen Sie hier mehr ).

Bei der Frage, wen die Wählerinnen und Wähler lieber als Bundeskanzlerin oder Kanzler hätten, zeigte sich beim »Politbarometer« kein eindeutiges Bild. Die Meinungsforscher fragten dabei jeweils nach der Präferenz zwischen zwei Kandidaten.

In der Umfrage liegen Grüne und Union quasi gleichauf – 25 Prozent für Baerbocks Partei, 24 Prozent für CDU/CSU. Die SPD könnte demnach mit 14 Prozent rechnen, die AfD und die FDP jeweils mit elf Prozent, die Linke mit sieben Prozent. Damit hätte sowohl eine Koalition aus CDU/CSU und Grünen als auch eine Koalition aus Grünen, SPD und FDP eine Mehrheit. Für ein grün-rot-rotes Bündnis würde es dagegen wohl knapp nicht reichen.

Der Fehlerbereich beträgt beim Politbarometer den Angaben zufolge bei einem Wert von 40 Prozent rund drei Prozentpunkte, bei zehn Prozent rund zwei Punkte.

als/AFP
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