Ex-Bundesfamilienministerin Anne Spiegels Urlaubsunterbrechung kostete rund 700 Euro Steuergeld

Zug- und Taxifahrten von Südfrankreich nach Deutschland und zurück: Rund 700 Euro hat die damalige Mainzer Umweltministerin Anne Spiegel für ihre Reise im August 2021 aus dem Urlaub ins Katastrophengebiet an Kosten eingereicht.
Rund 700 Euro: Diesen Betrag kostete den Steuerzahler die Reise von Anne Spiegel (hier bei ihrem Auftritt im April) ins flutgeschädigte Ahrtal während ihres Urlaubs

Rund 700 Euro: Diesen Betrag kostete den Steuerzahler die Reise von Anne Spiegel (hier bei ihrem Auftritt im April) ins flutgeschädigte Ahrtal während ihres Urlaubs

Foto: Annette Riedl / picture alliance / dpa

Ex-Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) hat noch als Mainzer Umweltministerin rund 700 Euro Steuergeld für ihre Reise ins durch die Sturzflut zerstörte Ahrtal während ihres Urlaubs abgerechnet. Das geht aus einer jetzt veröffentlichten Antwort der heutigen rheinland-pfälzischen Umweltministerin Katrin Eder (Grüne) auf eine Anfrage der CDU im Mainzer Landtag hervor.

Spiegel hatte ihren vierwöchigen Familienurlaub nach Südfrankreich kurz nach der Ahr-Flut mit 134 Toten unterbrochen, um am 10. August vergangenen Jahres das Ahrtal zu besuchen. Sie habe sich im Katastrophengebiet über die Lage der Anwohner, Zerstörungen, Aufräumarbeiten, benötigte Hilfen und ein Sondermessprogramm zur Gewässerbelastung informiert.

Für Spiegels Zug- und Taxifahrten von Südfrankreich nach Deutschland und zurück wurden nach Angaben von Eder insgesamt 701,30 Euro Steuergeld abgerechnet. Um die Reisebuchung habe sich das zuständige Referat im Umweltministerium in Mainz gekümmert, hieß es.

Spiegel war in diesem Jahr wegen ihres vierwöchigen Urlaubs kurz nach der tödlichen Sturzflut Mitte Juli 2021 in die Kritik geraten. Sie begründete ihren Urlaub damit, dass die Frankreichferien wegen großer Belastungen in ihrer Familie nötig gewesen seien. Im April 2022 trat sie als Bundesfamilienministerin zurück. Ihre Nachfolgerin in Berlin wurde Lisa Paus (Grüne).

ktz/dpa