Annegret Kramp-Karrenbauer CDU-Zentrale organisiert wegen Kandidatur um

Der Kampf um den CDU-Vorsitz bringt in der Parteizentrale schon Änderungen mit sich: Da die Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer kandidiert, muss einiges neu geregelt werden.

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer wirft Kusshände auf dem Landesparteitag der CDU Saar
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CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer wirft Kusshände auf dem Landesparteitag der CDU Saar


Wegen der Kandidatur von Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer für den Parteivorsitz gibt es in der CDU-Zentrale offenbar einige organisatorische Änderungen. Nach Informationen aus Parteikreisen werden die Zuständigkeiten für die Social-Media-Kanäle etwa auf Facebook oder bei Twitter zwischen Kramp-Karrenbauer und der Partei klar getrennt. Gleiches gelte für weitere Auftritte im Internet. Zudem gibt die Generalsekretärin den Vorsitz der Antragskommission für den Parteitag Anfang Dezember ab.

Zu den Änderungen gehört demnach auch, dass die Pressekonferenzen nach den Gremiensitzungen der Partei künftig nicht mehr wie bisher üblich von der Generalsekretärin absolviert werden. Schon an diesem Montag wird Parteichefin und Kanzlerin Angela Merkel über die Ergebnisse der am Sonntagnachmittag beginnenden zweitägigen Klausur des CDU-Vorstandes informieren.

Mit der Neuordnung im Adenauerhaus, der Parteizentrale in Berlin, soll nach diesen Informationen auch sichergestellt werden, dass bei einem Erfolg Kramp-Karrenbauers möglichen Anfechtungen einer Wahl der Boden entzogen wird.

Zur Kandidatur will sie sich erst kommende Woche äußern

Kramp-Karrenbauer hat nach diesen Informationen bereits am Mittwoch in der Parteizentrale eine Mitarbeiterversammlung einberufen und deutlich gemacht, dass das Haus zur Neutralität verpflichtet sei. Damit solle verhindert werden, dass Mitarbeiter in Loyalitätskonflikte geraten. Alle Kandidaten müssten gleich behandelt werden, betonte die Generalsekretärin demnach.

Stimmenfang #72 - Merkels Rückzugsplan und wer ihn torpedieren kann

Beim Parteitag in Hamburg soll auch die Nachfolgerin oder der Nachfolger von Angela Merkel an der CDU-Spitze gewählt werden. Neben Kramp-Karrenbauer haben Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sowie drei weitgehend unbekannte Kandidaten ihr Antreten angekündigt.

Damit entsteht für die Partei die ungewohnte Situation, sich zwischen drei aussichtsreichen Kandidaten entscheiden zu müssen. Während sich Merz und Spahn bereits öffentlich positioniert haben, kündigte Kramp-Karrenbauer an, sich erst kommende Woche zu ihrer Kandidatur zu äußern.

juh/dpa



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