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+++ Newsblog zum CDU-Beben +++ Icon: Live Merkel bedauert Rückzug von Kramp-Karrenbauer

"Allergrößten Respekt" hat Angela Merkel für die Entscheidung von Annegret Kramp-Karrenbauer. Zugleich gab es von der Kanzlerin ein Bedauern. Die Entwicklungen im Newsblog.
Annegret Kramp-Karrenbauer

Annegret Kramp-Karrenbauer

CLEMENS BILAN/ EPA-EFE/ REX
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    Annegret Kramp-Karrenbauer tritt nicht als CDU-Kanzlerkandidatin an und gibt auch den Parteivorsitz ab. Das gab sie am Morgen im Präsidium bekannt.
    Die Entwicklungen im Newsblog.


  • 2/10/20 5:46 PM
    Die CSU fordert die Schwesterpartei CDU nach Kramp-Karrenbauers Rückzug zur Stabilität auf. Das sei die klare Erwartungshaltung an die CDU, wie die Deutsche Presse-Agentur nach einer Telefonkonferenz des CSU-Präsidiums aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Die Lage nach der Entscheidung Kramp-Karrenbauers sei als sehr ernst beurteilt worden, hieß es. Es gebe auch die Sorge, dass das Ganze Rückwirkungen auf die CSU haben könne. Die CSU-Spitze äußerste sich demnach aber auch dankbar gegenüber Kramp-Karrenbauer. Sie habe wesentlich dazu beigetragen, das Verhältnis zwischen CDU und CSU wieder deutlich zu verbessern. Über mögliche Kanzlerkandidaten wurde in der Telefonschalte dem Vernehmen nach nicht gesprochen.
  • 2/10/20 5:15 PM
    CSU-Chef Markus Söder erteilte einer möglichen Unions-Kanzlerkandidatur eine Absage. "In Bayern ist mein Standort und mein Anker", sagte der Ministerpräsident dem Bayerischen Fernsehen. "Ich bin der festen Überzeugung, es wird sich jemand finden in der CDU, der unbedingt will", fügte er hinzu. Söder betonte, die ganze Sache sei ernst: "Das ist jetzt alles keine «Spielchensache»: Es geht um die Zukunft der CDU, es geht um die Stabilität von Volksparteien und auch um die Stabilität der Bundesregierung."

  • 2/10/20 5:09 PM
    Nach dem Rückzug von CDU-Parteichefin Kramp-Karrenbauer hat der CDU-Sozialflügel eine rasche Abgrenzung der Partei zur AfD gefordert. Der CDU drohe ein Rechtsruck in den neuen Bundesländern, sagte Christian Bäumler, Vizechef der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA). Es werde nicht reichen, die personelle Frage der Kanzlerkandidatur und des Bundesvorsitzes zu lösen. "In erster Linie müssen wir das Verhältnis zur AfD klären und zu einer klaren Abgrenzung kommen", so Bäumler. Wenn die CDU das nicht schaffe, werde der Nachfolger von Kramp-Karrenbauer "in derselben strategischen Falle sitzen wie sie selbst".
  • 2/10/20 4:51 PM
    Der CDU-Vizevorsitzende Volker Bouffier hat seine Partei zur Einigkeit aufgerufen. "Wichtig ist, dass die Union jetzt zusammensteht, entschlossen agiert, um als Volkspartei der Mitte Deutschland auch in Zukunft zu gestalten", sagte der hessische Ministerpräsident. Es sei die richtige Entscheidung, die Kanzlerkandidatur und den Parteivorsitz wieder in eine Hand zu legen. "Da wir als Union einen gemeinsamen Kanzlerkandidaten wollen, werden sich die Parteivorsitzenden von CDU und CSU entsprechend abstimmen", so Bouffier. Danach werde über das weitere Vorgehen entscheiden.
  • 2/10/20 4:45 PM
    Linkspartei-Chefin Katja Kipping stellt den Fortbestand der Großen Koalition bis zur nächsten Bundestagswahl in Frage. "Ob wir bei den planmäßigen Bundestagswahlen bleiben oder ob es Neuwahlen geben wird, ist unklar", so Kipping. Mit Blick auf möglicherweise vorgezogene Wahlen habe sich die Linken-Parteispitze darauf verständigt, sofort ein Bundeswahlkampfbüro einzurichten. Der ankündigte Rückzug von CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer sei "auch ein Zeichen dafür, dass die GroKo wieder heftig wackelt", so Kipping. Sollte es zu einer Neuwahl kommen, sei man handlungsfähig. Nach derzeitigem Stand wäre die nächste Bundestagswahl im Herbst 2021.
  • 2/10/20 4:35 PM
    Die CDU-Spitzenkandidatin für die baden-württembergische Landtagswahl, Susanne Eisenmann, spricht sich hinsichtlich eines künftigen CDU-Kanzlerkandidaten für eine Verjüngung aus. "Armin Laschet und Friedrich Merz haben ihre Qualitäten, das steht außer Frage", sagte sie mit Blick auf den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten (58) und den Ex-Unionsfraktionschef (64), die beide als Anwärter für die Kandidatur gelten. "Wir als CDU sollten aber ernsthaft diskutieren, ob in dieser Situation ein Generationenwechsel nicht sinnvoll wäre." Als weitere Anwärter sind Gesundheitsminister Jens Spahn (39) und der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (53) im Gespräch.
  • 2/10/20 4:24 PM
    CDU-Bundestagsabgeordnete Nadine Schön bedauerte die Entscheidung Kramp-Karrenbauers. Die Parteispitze verliere damit einen Menschen, der Politik "mit Herz und Verstand" mache, schrieb Schön beim Nachrichtendienst Twitter. Sie nannte Kramp-Karrenbauer eine Politikerin "mit einem klaren Kompass, die Probleme analysiert und löst, die zusammenführen statt spalten will."
  • 2/10/20 4:12 PM
    NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sieht die scheidende Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer als das Opfer von Intrigen in den eigenen Reihen. "Es beunruhigt mich, dass die Kräfte, die die Partei bereits mit ihren Debatten nach der Flüchtlingsdiskussion um Prozentpunkte gebracht haben, jetzt wieder mit ihren Querelen Erfolg haben", sagte Reul gegenüber dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Er bedauere den angekündigten Rückzug sehr.

  • 2/10/20 4:03 PM
    SPD-Chef Norbert Walter-Borjans will die Führungskrise der CDU nicht parteitaktisch ausnutzen. "Wir werden daraus keine taktischen Vorteile zu ziehen versuchen", sagte Walter-Borjans in Berlin. Ihn besorge, dass die eigene Partei bei einer Größenordnung von 14, 15 Prozent der Wählerstimmen liege. "Das würde auch gelten, wenn die CDU dasselbe Schicksal erfahren würde", so Walter-Borjans. Er warnte die CDU vor dem Zerfall - etwa in Teile entsprechend der Werteunion auf der rechten Seite und in Kräfte, die von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet repräsentiert werden. Für die SPD gelte, dass vorerst die Arbeit in der Koalition weitergemacht werde. "Wenn es irgendwie anders geht, dann müssen wir auch andere Mehrheiten schaffen."
  • 2/10/20 3:50 PM
    Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann warnt vor einer Hängepartie bei der Nachfolge für den CDU-Parteivorsitz. Kramp-Karrenbauers Entscheidung verdiene Respekt, zeige aber auch, "in welch tiefer Krise die CDU steckt. Sie ist gespalten wie selten zuvor", so Linnemann. Es brauche jetzt jemanden, der die CDU inhaltlich klar gegen andere Parteien abgrenzen und sich gleichzeitig vom Kanzleramt emanzipieren könne. "Wenn dieses Kunststück nicht gelingt, droht die CDU ihren Status als Volkspartei zu verlieren", so Linnemann, der Kramp-Karrenbauer in der vergangenen Woche angesichts der Regierungskrise in Thüringen Führungsschwäche vorgeworfen hatte.
  • 2/10/20 3:44 PM
    Der Thüringer AfD-Fraktionsvize Jens Cotta schließt eine Wahl Bodo Ramelows aus. "Für mich ist sicher, dass ich Bodo Ramelow definitiv nicht zum Ministerpräsident wählen werde", sagt Cotta dem SPIEGEL. Alexander Gauland hatte der Thüringer AfD-Fraktion vorgeschlagen, "das nächste Mal Herrn Ramelow zu wählen, um ihn sicher zu verhindern - denn er dürfte das Amt dann auch nicht annehmen." Auch wenn Cotta dem Vorschlag ablehnend gegenüber steht, werde man ihn in der AfD-Fraktion besprechen.
  • 2/10/20 3:36 PM
    Grünenchefin Annalena Baerbock warnt nach dem Rückzug Kramp-Karrenbauers vor einem "Machtvakuum" in der CDU. Man brauche eine Regierung, die dieses Vakuum in den nächsten Wochen füllen kann. Mit dem Verzicht auf die Kanzlerkandidatur seien die Probleme nicht gelöst, "die zu dem Desaster in Thüringen geführt haben", sagte Baerbock weiter. Es sei "bemerkenswert", dass Kramp-Karrenbauer ausschließlich über Kanzlerkandidatur und Parteivorsitz gesprochen habe, "als gäbe es die dramatische Situation in Thüringen nicht".

  • 2/10/20 3:21 PM
    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Entscheidung von Annegret Kramp-Karrenbauer bedauert, auf eine Kanzlerkandidatur zu verzichten und auch den CDU-Vorsitz wieder abzugeben. Sie habe diese Entscheidung "mit allergrößtem Respekt" zur Kenntnis genommen, sagte die CDU-Politikerin am Montag in Berlin. "Ich sage aber auch, dass ich sie bedauere."

    Merkel dankte Kramp-Karrenbauer dafür, dass sie den Prozess zur Klärung der Kanzlerkandidatenfrage weiter begleiten wolle. Sie wies auch auf die Erfolge ihrer Nachfolgerin als CDU-Vorsitzende hin. Dabei nannte sie die Verbesserung der Zusammenarbeit mit der Schwesterpartei CSU, wo es "große Schwierigkeiten" gegeben habe, und die Arbeit an einem neuen Grundsatzprogramm der CDU.
  • 2/10/20 2:59 PM
    Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) appelliert an die Geschlossenheit der Partei. Kramp-Karrenbauers Rückzug müsse auch "eine Mahnung an alle sein, die jene Geschlossenheit in der Union haben vermissen lassen", teilte der CDU-Landeschef in Saarbrücken mit. "Geschlossenheit und Klarheit ist jetzt vor allem in der Frage wichtig, was unsere Inhalte angeht." Es dürfe keine Zusammenarbeit mit der AfD geben, "die in weiten Teilen rechtsextreme Partei ist".
  • 2/10/20 2:59 PM
    SPD-Bundesvorsitzende Saskia Esken äußert sich nach Kramp-Karrenbauers Entscheidung besorgt über den künftigen Kurs der CDU. Für die SPD "als Koalitionspartner ist das eine besorgniserregende Situation", schrieb Esken über den Nachrichtendienst Twitter.
  • 2/10/20 2:50 PM
    Mike Mohring plant eine große Basiskonferenz der CDU Thüringens. "Das gibt jedem Mitglied unseres Landesverbandes die Möglichkeit, sich auch unabhängig unserer Gremien ganz persönlich mit ihrer/seiner Meinung einzubringen", sagte der Landes-Parteichef dem SPIEGEL. "Wir brauchen eine geschlossene Union. Miteinander reden, ist ein guter Weg."
  • 2/10/20 2:46 PM
    Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus fordert die CDU nach dem angekündigten Rückzug von Annegret Kramp-Karrenbauer als Parteichefin zur Einheit auf. "Die Union muss jetzt mit einer Stimme sprechen", erklärte der CDU-Politiker in Berlin. "Es geht jetzt um den Zusammenhalt der CDU als Partei der Mitte." Brinkhaus dankte Kramp-Karrenbauer für ihren "unermüdlichen und großen" Einsatz.
  • 2/10/20 2:46 PM
    Sachsens Ministerpräsident und CDU-Chef Michael Kretschmer hat zu Besonnenheit aufgerufen. "Die Kanzlerkandidatur ist keine Frage, die jetzt sofort entschieden werden muss", teilte er mit. Man brauche ein "geordnetes Verfahren für die Aufstellung des Unionskandidaten und für die Übergabe des Parteivorsitzes".
  • 2/10/20 2:31 PM
    Der CSU-Politiker Manfred Weber, Fraktionschef der konservativen Mehrheitsfraktion EVP im Europäischen Parlament, wertet den Rückzug von Kramp-Karrenbauer als "ein Zeichen wachsender Instabilität bei den Parteien der Mitte". "In ganz Europa müssen alle bürgerlichen Parteien der Mitte ihre rote Linie zu den rechtsradikalen Tendenzen klar ziehen. Dabei ist der einzige Weg, eine klare Abgrenzung zu suchen", sagte er der "Welt". Dieser Ansatz von Kramp-Karrenbauer sei "richtig" gewesen. Insgesamt befinde sich Europa aber "in einer Phase wachsender Instabilität".


  • 2/10/20 2:31 PM
    SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil fordert die CDU auf, ihre Haltung gegenüber der AfD rasch zu klären. "Ich hoffe, dass die CDU zügig einen klaren Kurs findet. Das betrifft insbesondere das Verhältnis zur AfD", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Wer auch immer auf Kramp-Karrenbauer folgt, muss jegliche Öffnungsversuche nach rechts unterbinden", so Klingbeil. Die Entscheidung von Kramp-Karrenbauer verdiene Respekt: "Sie zieht damit die Konsequenzen aus der aktuellen Krise der Union."
  • 2/10/20 2:18 PM
    Bei der FDP habe man die Ankündigung Kramp-Karrenbauers "zur Kenntnis genommen", sagte Parteivorsitzender Christian Linder im Hans-Dietrich-Genscher-Haus in Berlin. Eine mögliche Mitverantwortung an Kramp-Karrenbauers Entscheidung sieht Lindner nicht. "Das ist eine innere Angelegenheit der CDU." Die Partei träfe ihre Entscheidungen selbst.
  • 2/10/20 1:55 PM
    Schleswig-Holsteins SPD-Fraktionschef Ralf Stegner warnt die CDU vor einem Rechtsruck nach dem Rückzug von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer. "Eine CDU, die unter einer neuen Führung nach rechts rückt, würde großen Schaden anrichten", sagte Stegner gegenüber der "Welt". Derartige Verschiebungen hätten auch Folgen für die Koalition in Berlin. Schon jetzt seien die Entwicklungen in der CDU besorgniserregend. Die Ereignisse der vergangenen Tage, die in der Rückzugsankündigung der Parteichefin mündeten, "lassen nicht mehr sicher erscheinen, ob die CDU immun ist gegen die Verlockungen der AfD". Das politische Personal an der Spitze sei "nicht sturmfest in der Krise".
  • 2/10/20 1:55 PM
    Auch Friedrich Merz meldet sich: Die Entscheidung von Kramp-Karrenbauer verdiene Respekt. Er "gebe ihr jede Unterstützung dabei, den Prozess ihrer Nachfolge und der Kanzlerkandidatur als gewählte Parteivorsitzende von vorn zu führen". Merz war zuvor von der Werteunion als Kandidat ins Spiel gebracht worden.

  • 2/10/20 1:50 PM
    Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat an die Geschlossenheit der Union appelliert. "Die Herausforderungen für unser Land von außen und innen sind gewaltig", sagte der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende der Deutschen Presse-Agentur. Zu einer möglichen eigenen Bewerbung um die Kanzlerkandidatur oder den Parteivorsitz äußerte er sich nicht. Laschet selbst war wegen des Orkans "Sabine" nicht bei den Sitzungen der CDU-Spitzengremien dabei.
  • 2/10/20 1:48 PM
    Anke Rehlinger, stellvertretende SPD-Parteivorsitzende äußerte sich nach dem Statement von Kramp-Karrenbauer: "Sie hat sehr deutlich analysiert, dass das, was sie sich vorgenommen hat, so nicht funktioniert." Weite Teile ihrer eigenen Partei hätten Kramp-Karrenbauer nicht zugetraut, was jetzt vonnöten ist, "nämlich Führung zu zeigen, eine klare Richtung vorzugeben", so Rehlinger.








  • 2/10/20 1:48 PM
  • 2/10/20 1:41 PM
    Kramp-Karrenbauer sagte, die AfD stehe "gegen alles, was die CDU ausmacht". Jede Annäherung an diese Partei schwäche die CDU. Geschichte und Programmatik der Linkspartei stünden gegen die Werte, die das Fundament der CDU ausmachten.
  • 2/10/20 1:37 PM
    Einen Termin für ihren Rücktritt als CDU-Chefin nannte Kramp-Karrenbauer nicht. Sie wolle zunächst die Kür eines Kanzlerkandidaten der Union steuern und empfehle, dem Kandidaten dann auch den Parteivorsitz zu übergeben. "Es hat - wenn es nach mir geht - keine Auswirkungen auf die Stabilität der großen Koalition", sagte Kramp-Karrenbauer zu ihrem angekündigten Rückzug.

  • 2/10/20 1:35 PM
  • 2/10/20 1:32 PM
    Der Verzicht auf eine Kanzlerkandidatur und der geplante Rückzug von der Parteispitze sei kein spontaner Beschluss nach den politischen Turbulenzen in Thüringen gewesen. "Diese Entscheidung ist seit einer geraumen Zeit in mir gereift und gewachsen", sagt Kramp-Karrenbauer auf der Pressekonferenz.
  • 2/10/20 1:30 PM
    "Die Vorgänge in der CDU sind besorgniserregend", sagt SPD-Vorsitzender Norbert Walter-Borjans. Die CDU sei seit Längerem führungslos. Es gebe ein Zerwürfnis innerhalb der Partei und es sei nicht erkennbar, wohin die CDU steuert. Er habe aber großen Respekt für die Entscheidung Kramp-Karrenbauers.






  • 2/10/20 1:24 PM
    "Parteiführung und Kanzlerkandidatur müssen in einer Hand liegen": Annegret Kramp-Karrenbauer hat die Gründe für ihren Rückzug als Parteichefin und den Verzicht auf eine Kanzlerkandidatur auf einer Pressekonferenz erklärt. Die Trennung von Kanzlerschaft und Parteivorsitz sei eine Schwächung der Partei.


  • 2/10/20 12:47 PM
    Bodo Ramelow (Linke) warnt vor einem monatelangen Stillstand im Falle sofort anvisierten Neuwahlen. Wer jetzt mit einem geschäftsführenden Ministerpräsidenten eine Landtagswahl vorbereite und damit 70 Tage in Kauf nehme, in denen es keine Landesregierung gebe, handele staatspolitisch verantwortungslos, sagte der frühere Regierungschef nach einer Sitzung der Thüringer Linkenfraktion.



  • 2/10/20 12:30 PM
    Ex-Verteidigungsminister Volker Rühe (CDU) fordert, die Kanzlerschaft und Parteiführung umgehend wieder zusammenzulegen. "Wir müssen den Dualismus aus Parteivorsitz und Bundeskanzler sofort überwinden", sagte er gegenüber der "Bild"-Zeitung. Dieser Meinung ist auch Kramp-Karrenbauer. Bei Verkündung ihrer Entscheidung in der CDU-Präsidiumssitzung am Montagmorgen sagte sie, dass Kanzlerschaft und Parteivorsitz in eine Hand gehörten. Beide Ämter waren bis zum Verzicht von Angela Merkel auf die Parteiführung in einer Hand gewesen. Seit Dezember 2018 ist Kramp-Karrenbauer CDU-Vorsitzende und Merkel Kanzlerin.
  • 2/10/20 12:21 PM
    Der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Dobrindt, hat den angekündigten Rückzug von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer "mit großem Respekt und Bedauern zur Kenntnis" genommen. Kramp-Karrenbauer habe die Partei in einer schwierigen Phase übernommen und die Einheit von CDU und CSU gefestigt. "Der Zusammenhalt ist jetzt wichtiger denn je, um die vor uns liegenden Herausforderungen in Regierungsverantwortung und als große Volksparteien erfolgreich zu bestehen", so Dobrindt.
  • 2/10/20 12:18 PM
    Zorn auf die CDU in Thüringen nach dem Rückzug von Annegret Kramp-Karrenbauer: Der Chef der Senioren-Union, Otto Wulff, äußerte demnach deutliche Kritik an den thüringischen Parteifreunden.

    Man hätte vergangenen Mittwoch nicht den FDP-Kandidaten Thomas Kemmerich gemeinsam mit der AfD zum Ministerpräsidenten wählen dürfen. Es könne nicht sein, dass Thüringen die ganze Partei ins Wackeln bringe, sagte Wulff in der CDU-Vorstandssitzung.

    CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak rief die Partei zur Einigkeit auf. Aus Teilnehmerkreisen hieß es, laut Ziemiak dürfe es kein Wanken nach rechts und links im politischen Spektrum geben.


  • 2/10/20 12:09 PM
    SPD-Parteivize Hubertus Heil würdigte Kramp-Karrenbauers Entschluss: "Respekt für die Entscheidung, die Annegret Kramp-Karrenbauer getroffen hat", schrieb Heil beim Nachrichtendienst Twitter.

    Die Arbeit der Koalition dürfe jetzt nicht durch die innerparteilichen Fragen der CDU aufgehalten werden. Außerdem sei es wichtig, dass «der Trennstich gegenüber einer Zusammenarbeit mit Rechtsradikalen» auf allen Ebenen gelte.


  • 2/10/20 11:53 AM
    Der Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor (CDU) bedankt sich bei Kramp-Karrenbauer und warnt gleichzeitig vor einer Spaltung seiner Partei. "Ich habe Respekt vor der Entscheidung von Annegret Kramp-Karrenbauer und danke ihr für ihren Einsatz in schweren Zeiten." Die Personalfrage der CDU müsse jetzt zügig geklärt werden. "Dabei warne ich vor dem Befeuern inhaltlicher Spaltungsdebatten. Gerade in diesen turbulenten Tagen dürfen wir den Gegner nicht in den eigenen Reihen suchen, sondern müssen geschlossen zusammenstehen."
  • 2/10/20 11:42 AM
    Nach Kramp-Karrenbauers Entscheidung warnt die Linksfraktion vor einem Rechtsruck in der CDU. "Was nicht geschehen sollte, aus meiner Sicht, ist, dass die Werteunion jetzt in der Union Oberwasser gewinnt, weil die ja sehr offen ist auch für eine Zusammenarbeit mit der AfD", sagte Fraktionschefin Amira Mohamed Ali in Berlin. "Wir brauchen keinen weiteren Rechtsruck, sondern das Gegenteil."
  • 2/10/20 11:36 AM
    Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann (SPD) äußerte sich überrascht, dass Kramp-Karrenbauer unmittelbar nach der gescheiterten Ministerpräsidentenwahl in Thüringen die Flinte ins Korn wirft: "Sie hätte auch cool bleiben und Markus Söder als Kanzlerkandidat vorschicken können, so wie es einst Angela Merkel mit Edmund Stoiber getan hat", so Oppermann gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Er rechne damit, dass Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet nach dem CDU-Vorsitz greift. "Jetzt muss Laschet den Vorsitz beanspruchen, sonst ist er ein Papiertiger", sagte der SPD-Politiker.
  • 2/10/20 11:27 AM
    Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bedauere die Entscheidung von Kramp-Karrenbauer, hieß es aus Teilnehmerkreisen einer Sitzung des CDU-Vorstands. Es habe nach erklärenden Worten Kramp-Karrenbauers großen Applaus und Dankbarkeit gegeben. Offen blieb zunächst weiterhin, ob der regulär für Anfang Dezember geplante Wahlparteitag der CDU vorgezogen wird, um eine neue Parteispitze zu wählen und den Kanzlerkandidaten zu klären.
  • 2/10/20 11:14 AM
    Kramp-Karrenbauer will auch nach ihrem Rückzug vom Parteivorsitz Verteidigungsministerin bleiben. Das verkündete Regierungssprecher Steffen Seibert. "Die Bundeskanzlerin unterstützt es aus vollem Herzen, dass Frau Kramp-Karrenbauer Verteidigungsministerin bleibt", fügte Seibert hinzu.
  • 2/10/20 10:53 AM
    Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) äußerte sich besorgt über die Zukunft seiner Partei: "Der nächste Kanzlerkandidat wird kein Kanzler, wenn wir so weitermachen", sagte Schäuble gegenüber der "Bild"-Zeitung. Die zentrale Frage sei, wie der Prozess zur Kanzlerkandidatur verlaufe.
  • 2/10/20 10:51 AM
    Grünenchefin Annalena Baerbock hat von einer "dramatischen Situation" fürs Land gesprochen. Durch die Ankündigung des Rückzugs von Kramp-Karrenbauer sei nichts gelöst, sagte sie der dpa. "Es gibt die Gefahr, dass ein noch größeres Machtvakuum entsteht. Die Union muss klären, wie sie unter diesen Bedingungen eine stabile Regierung tragen kann. Alle Parteien sind jetzt gefragt, nicht parteistrategisch zu taktieren, sondern eine klare Brandmauer gegen die AfD hochzuhalten."
  • 2/10/20 10:25 AM
    CSU-Chef Markus Söder hat die Entscheidung Kramp-Karrenbauers bedauert - und ihr Respekt gezollt. "Ich habe großen Respekt für die Entscheidung von @akk - auch wenn es mir leidtut. Denn wir arbeiten sehr vertrauensvoll zusammen", schrieb Söder auf Twitter.




  • 2/10/20 10:22 AM
    Der CDU-Europapolitiker Elmar Brok hat mit Unverständnis auf den angekündigten Rückzug von Kramp-Karrenbauer reagiert. "Ich halte den Rücktritt für falsch in diesem Augenblick, und deswegen ist mir nur noch schlecht", sagte Brok vor der Sitzung des CDU-Vorstands in Berlin.
  • 2/10/20 10:18 AM
    Der Rückzug von Kramp-Karrenbauer sei "die logische Konsequenz", sagte Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel. Die Bundesregierung sei nach dem SPD-Kandidatenwettbewerb zum zweiten Mal in kurzer Zeit paralysiert. "Ich vermute, es dauert nicht mehr lange, dann gibt es Neuwahlen", sagte Gabriel der "Bild"-Zeitung.
  • 2/10/20 10:13 AM
    Thüringens SPD-Chef Wolfgang Tiefensee erhofft sich nach der Entscheidung von Kramp-Karrenbauer neue Chancen für eine mögliche Wahl von Bodo Ramelow (Linke) als Ministerpräsident. «Ich hoffe, dass mit einer neuen Führung in Berlin der Weg leichter beschritten werden kann, die Tür wieder offener ist für eine zügige Wahl Bodo Ramelows als Ministerpräsident und dass wir dann auch über die Frage einer Neuwahl neu nachdenken können.»
  • 2/10/20 10:11 AM
    Der Vorsitzende der Thüringer Grünenfraktion, Dirk Adams, hat der CDU nach dem angekündigten Rückzug von Annegret Kramp-Karrenbauer von der CDU-Spitze Führungslosigkeit vorgeworfen. «Es fehlt an Kraft, um in der Mitte Orientierung zu geben», sagte Adams. Die Situation sei jetzt noch unsicherer und instabiler geworden. «Es liegt jetzt an der Thüringer CDU-Fraktion, einen Weg in die Verantwortung zu entwickeln», sagte Adams. Seiner Meinung nach könne die Thüringer CDU aus Berlin keine Hilfe erwarten.
  • 2/10/20 10:08 AM

    Kramp-Karrenbauer habe “die CDU habe mit ihrem Ausgrenzungskurs ins Chaos gestürzt", sagte AfD-Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland. Mit Blick auf Thüringen betonte er, wenn die Union lieber Politiker der Linken "in Staatsämter hieven will, als mit uns auch nur zu reden, verabschiedet sie sich aus dem bürgerlichen Lager".


  • 2/10/20 10:05 AM
    Die Thüringer Linkenchefin Susanne Hennig-Wellsow hat den angekündigten Verzicht von Annegret Kramp-Karrenbauer auf Kanzlerkandidatur und Parteivorsitz "konsequent" genannt. "Ich glaube, der Rückzug von Annegret Kramp-Karrenbauer zeigt, dass die Strategie der CDU, AfD und Linke immer in einen Topf zu werfen, völlig an ihr Ende gekommen ist", sagte Hennig-Wellsow vor einer Sitzung der Thüringer Linkenfraktion.


  • 2/10/20 9:57 AM
    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) bezeichnet den ankündigten Rücktritt von Annegret Kramp-Karrenbauer als "ungewöhnlich ernste Situation für die CDU, für alle in der CDU".
  • 2/10/20 9:55 AM
    Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat sich zunächst zurückhaltend zur Lage in der CDU nach dem angekündigten Rückzug von Annegret Kramp-Karrenbauer als Parteichefin geäußert. "In so einer Situation ist kluges Nachdenken wichtiger, als schnell zu reden", ließ der CDU-Politiker seinen Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilen. Die Werteunion von CDU und CSU hatte ihn zuvor als Kandidaten ins Spiel gebracht.

  • 2/10/20 9:51 AM
  • 2/10/20 9:45 AM
    Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat die CDU vor einem Rechtsruck gewarnt. "Die CDU zeigt jetzt hoffentlich, dass sich eine christlich-demokratische Partei nicht von der rechtsextremen AfD am Nasenring durch die Arena ziehen lässt", schrieb sie aufTwitter.
  • 2/10/20 9:42 AM
    Der SPD-Politiker und Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann hat CDU-Vize Armin Laschet aufgefordert, sich nach dem angekündigten Rückzug von Kramp-Karrenbauers zu seinen Ambitionen zu äußern. "Jetzt muss Laschet den Vorsitz beanspruchen, sonst ist er ein Papiertiger", sagte Oppermann den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
  • 2/10/20 9:39 AM
    "Wir erleben, wie ein innerparteilicher Kulturkampf die CDU zerreißt", sagt Daniel Stich, SPD-Generalsekretär in Rheinland-Pfalz. "Die Basis derjenigen in der CDU, die eine Zusammenarbeit mit der rechtsradikalen AfD strikt ablehnen, bröckelt zusehends." Kramp-Karrenbauer sei das erste Opfer dieses Kulturkampfes. Sie habe sich nicht gegen den wachsenden Einfluss derer durchsetzen können, die heimlich oder offen eine Annäherung an die AfD befürworten, so Stich. Er spricht von einem fatalen Signal für die Demokratie.
  • 2/10/20 9:36 AM
    "Chapeau AKK": Das schreibt Ruprecht Polenz, der frühere CDU-Generalsekretär, über den Rückzug von Kramp-Karrenbauer.
  • 2/10/20 9:31 AM
  • 2/10/20 9:22 AM
    Kramp-Karrenbauer werde die Partei solange führen, bis ein Kanzlerkandidat oder eine Kanzlerkandidatin gefunden sei, meldet Reuters unter Berufung auf CDU-Kreise.
  • 2/10/20 9:20 AM
    Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch sieht in dem Rückzug von Kramp-Karrenbauer einen "folgerichtigen Schritt". "Diese ehemals große Koalition war von Anfang an ein Fehler und schlecht für das Land", sagte er. Es gebe "erstaunliche Parallelen" zum Rückzug der früheren SPD-Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles: "Nach einem Jahr von der eigenen Partei zum Rückzug gezwungen.
  • 2/10/20 9:13 AM
    Die rechtskonservative Werteunion der Union fordert eine Mitgliederbefragung zur Klärung der Nachfolge von Kramp-Karrenbauer. "Wir wünschen uns eine starke Einbindung der Mitglieder in den Findungsprozess", sagte Werteunionchef Alexander Mitsch zu AFP. "Wichtig ist jetzt, dass es keine lange Hängepartie wird und dass auch die Konservativen und Wirtschaftsliberalen sich mit dem neuen Kanzlerkandidaten identifizieren können." Die Werteunion sprach sich für Friedrich Merz als neuen Parteivorsitzenden und Kanzlerkandidaten aus.




  • 2/10/20 9:05 AM
    Linkenparteichefin Katja Kipping befürchtet, dass die CDU nach dem angekündigten Rückzug von Kramp-Karrenbauer Kurs auf eine Koalition mit der AfD nimmt. "AKKs Verdienst war, dass sie die Abgrenzung der Union nach rechts gehalten und damit die Seele der Union bewahrt hat", sagte Kipping der Nachrichtenagentur AFP.
  • 2/10/20 9:03 AM
    Das CDU-Präsidium hat angeblich mit langem Schweigen auf die Ankündigung von Karrenbauer reagiert. Bislang habe noch keiner der Anwesenden seinen Hut für eine mögliche Kandidatur in den Ring geworfen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung aus Parteikreisen. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und CDU-Vize Armin Laschet, der seit Langem auch als möglicher Kanzlerkandidat gehandelt wird und den größten CDU-Landesverband führt, war nicht anwesend.


  • 2/10/20 8:58 AM
    Angela Merkel will Kramp-Karrenbauer auch nach deren angekündigtem Rückzug vom Parteivorsitz im Kabinett behalten: In der Sitzung des CDU-Präsidiums habe sich die Kanzlerin ausdrücklich dafür ausgesprochen, dass Kramp-Karrenbauer Verteidigungsministerin bleibe, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Parteikreisen. Merkel habe der scheidenden CDU-Vorsitzenden "großen Dank ausgesprochen".
  • 2/10/20 8:55 AM
    Erste Reaktion eines Kabinettsmitgliedes: "Die Erschütterungen gehen weiter", schrieb Europa-Staatsminister Michael Roth auf Twitter. Es werde nach dem angekündigten Rückzug von Kramp-Karrenbauer "noch ungewisser, ob anständige Demokratinnen und Demokraten parteiübergreifend zusammenstehen im Kampf für Demokratie & gegen Nationalismus. Beunruhigend."
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