CDU Kramp-Karrenbauer will alle Ämter niederlegen, falls sie nicht gewählt wird

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer will für die Partei nach eigenen Angaben nur noch ehrenamtlich arbeiten, sollte sie die Wahl um den Vorsitz verlieren. Das sei aber keine Erpressung.
Annegret Kramp-Karrenbauer

Annegret Kramp-Karrenbauer

Foto: Fabian Bimmer/ REUTERS

Annegret Kramp-Karrenbauer ist Generalsekretärin der CDU und tritt als Spitzenkandidatin für den CDU-Vorsitz an. Im "Interview der Woche" des Südwestrundfunks (SWR) erklärte die frühere saarländische Ministerpräsidentin nun: Sollte sie die Wahl nicht gewinnen, werde sie alle Parteiämter niederlegen und nur noch ehrenamtlich tätig sein.

Für die Nachfolge von Angela Merkel als CDU-Bundesvorsitzende treten erstmals drei Kandidaten gegeneinander an. Kramp-Karrenbauers Konkurrenten sind Gesundheitsminister Jens Spahn und Ex-Fraktionschef Friedrich Merz. Laut ARD-Deutschlandtrend liegt Kramp-Karrenbauer mit einer Zustimmung von 46 Prozent unter CDU-Anhängern vorn.

Dem SWR sagte AKK, ihre Absicht, die CDU-Parteiämter niederzulegen, sei keine Erpressung vor der Wahl, sondern es sei ein Gebot der Fairness, auch "demjenigen, der dann in dieses Amt gewählt wird, die komplette Freiheit zu lassen, sein Team aufzustellen". Weiter sagte sie: "Und wenn ich sozusagen in dem Amt als Generalsekretärin bleibe, ist das immer auch eine Belastung, weil sich an der einen oder anderen Stelle vielleicht dann doch immer wieder Fragen nach Loyalitäten stellen."

mal/dpa