Anschlag 2009 tödlichstes Jahr für ausländische Soldaten in Afghanistan

Eine Nato-Patrouille ist im Süden Afghanistans in eine Sprengfalle geraten. Vier US-Soldaten starben, als die Bombe am Straßenrand explodierte. In diesem Jahr sind damit 295 ausländische Einsatzkräfte ums Leben gekommen - mehr als je zuvor.


Kabul - Die Gewalt gegen die internationale Schutztruppe Isaf in Afghanistan hat einen neuen Höhepunkt erreicht: Bei einem Anschlag in Südafghanistan sind am Dienstag vier US-Soldaten getötet worden. Ein Isaf-Sprecher teilte mit, die Patrouille der Soldaten sei "in einer der gefährlichsten Gegenden Afghanistans" in eine Sprengfalle geraten. In der Region seien die Taliban besonders aktiv.

Damit sind in diesem Monat nach Angaben des Internetdienstes icasualties.org bereits 63 ausländische Soldaten in Afghanistan ums Leben gekommen - unter ihnen 41 UD-Soldaten. Der gewalttätigste Monat seit dem Sturz der Taliban Ende 2001 war demnach der vergangene Juli mit 76 getöteten ausländischen Soldaten. 2009 ist damit außerdem das verlustreichste Jahr für die Nato-Truppen: 295 Soldaten sind demnach im laufenden Jahr ums Leben gekommen. 2008 waren es 294.

Erst am Sonntag waren drei Nato-Soldaten in Afghanistan ums Leben gekommen. Einer aus den USA und zwei aus Estland.

In den vergangenen Tagen hatten Nato-Befehlshaber in Afghanistan wiederholt US-Präsident Barack Obama darum gebeten, mehr Truppen und Ausrüstung für den Kampf gegen die erstarkenden Taliban zur Verfügung zu stellen. Besonders im Osten des Landes nahe der Grenze zu Pakistan seien Verstärkungen nötig, sagte US-General Curtis Scaparotti, der Kommandeur der östlichen Streitkräfte, am Sonntag dem US-Gesandten Richard Holbrooke. Generalstabschef Admiral Mike Mullen hatte sich bei CNN ähnlich geäußert: "Es ist ernst und verschlechtert sich weiter."

Die wachsende Gewalt in Afghanistan hat den Druck auf Präsident Obama erhöht, eine Aufstockung der Truppen zu erwägen. Dagegen dürfte sich jedoch Widerstand im Kongress sowie in der Öffentlichkeit regen.

Die Bundesregierung debattierte dagegen am Wochenende erstmals offen über ein Ende des Bundeswehreinsatzes in dem zentralasiatischen Land. Außenminister Frank-Walter Steinmeier kündigte an, im Fall eines Wahlsiegs der SPD mit der neuen afghanischen Führung über ein Datum für den Abzug der Bundeswehr verhandeln zu wollen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte, Deutschland wolle nicht "auf immer und ewig" in Afghanistan bleiben.

ffr/dpa/Reuters/AP

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atzlan 20.08.2009
1. mission failed
Zitat von sysopIn Afghanistan ist die Sicherheitslage extrem gespannt, die deutschen Soldaten wappnen sich gegen neue Anschläge. Wie sieht die Zukunft des Landes aus: Demokratisierung oder Taliban-Terror ohne Ende?
"Die Wahlen werden weit von freien und fairen Wahlen entfernt sein. Ganze Wahlurnen werden verkauft, sie erhalten auf dem Basar Stimmzettel für wenige Dollar. Um die Wahlen herum ist eine ganze Wirtschaft entstanden - mit Demokratie in unserem Sinne hat das aber wenig zu tun." http://www.tagesschau.de/ausland/afghanistaninterview100.html
zenobit 20.08.2009
2.
Zitat von sysopIn Afghanistan ist die Sicherheitslage extrem gespannt, die deutschen Soldaten wappnen sich gegen neue Anschläge. Wie sieht die Zukunft des Landes aus: Demokratisierung oder Taliban-Terror ohne Ende?
Es gibt keine Demmokratisierung in Afghanistan. Das was als solche dargestellt wird ist eine Farce. Andere Regierungen, die ihr Volk so betrügen, würden International geächtet werden und ihnen würde mit wirtschaftlichen Sanktionen gedroht werden. Krazai kauft oder beseitigt seine poltischen Gegner. Wie soll auch in einem Land indem Bürgerkrieg und Krieg gegen ausländische Truppen herrscht, indem mehr als 1/3 des Landes unter Kontrolle der Taliban steht, auch nur ansatzweise eine demokratische Wahl abgehalten werden? Dazu kommt noch, dass die meisten afghanischen Bürger weder Zeitungen lesen und kennen noch irgendwie Strom oder ein Radio besitzen. Wie sollen sich die Menschen in den Provinzen ein Bild von den Kandidaten machen?? Es wird derjenige gewählt, der ihnen von den Stammesführen vorgeschrieben wird und die lassen siche ihre Loyalität bezahlen.
namlob, 20.08.2009
3.
Zitat von sysopIn Afghanistan ist die Sicherheitslage extrem gespannt, die deutschen Soldaten wappnen sich gegen neue Anschläge. Wie sieht die Zukunft des Landes aus: Demokratisierung oder Taliban-Terror ohne Ende?
Wenn wir uns die Gegend einmal näher ansehen, so ist "Demokratie" dort ein Fremdwort. Vergleichen wir mal Tibet vor der KPCh, die postsowejtischen Republiken, Iran u.s.w. Als Alternative gibt es nicht nur die Taliban sondern die Verhältnisse auch bevor die Taliban und die Mujaheddin die Sowjets mit Hilfe der USA des Landes verwiesen haben.
spalthammer 20.08.2009
4. Das kommt darauf an
Zitat von sysopIn Afghanistan ist die Sicherheitslage extrem gespannt, die deutschen Soldaten wappnen sich gegen neue Anschläge. Wie sieht die Zukunft des Landes aus: Demokratisierung oder Taliban-Terror ohne Ende?
Wie die Zukunft des Lands aussieht, hängt wohl stark von der weiteren Vorgehensweise ab: Wenn man endlich begreift, daß AFG für eine Demokratie westlicher Maßstäbe nicht reif ist, die Millionen für die getürkte Wahl lieber den Mohnbauern gibt, damit die KEINEN Mohn mehr anbauen, Obamas Strategie (und das sage ich als Obamakritiker) des Eroberns und Haltens konsequent weiterverfolgt (mit den entsprechenden Verlusten) um das Land endlich zu befrieden, DANACH den zivilen Wiederaufbau betreibt, dann kann das durchaus etwas werden. Das geht aber nur, indem man das System Karzai durch einen UN-Kontrollrat ersetzt und den Afghanen die Souveränität erst mal entzieht. Das wird den meisten (von den Exil-Afghanen mal abgesehen) wahrscheinlich auch egal sein, die wollen Frieden, Brot und ein Dach über dem Kopf wenn es kalt wird. Wenn man so weitermacht wie bisher, dann kann man sich bestenfalls geordnet zurückziehen, wahrscheinlich macht man eher britische Erfahrungen und irgendwann klopft wieder ein einsamer Reiter an ein Stadttor... Ich warte jetzt mal auf die Youtube Attacken und Twitter Offensiven der aufgebrachten Afghanen wegen der Wahl, auf die heilige Empörung des Westens ob der gekauften Stimmen (wenn es welche gibt) und auf das Fingerzeigen auf Russland ob des Schulterschlusses mit Karzai... ach, ich habe völlig vergessen, daß wir nicht im Iran sind. Gruß an alle, die dort dienen und bleibt gesund!
spalthammer 20.08.2009
5. Kommt darauf an...
Zitat von sysopIn Afghanistan ist die Sicherheitslage extrem gespannt, die deutschen Soldaten wappnen sich gegen neue Anschläge. Wie sieht die Zukunft des Landes aus: Demokratisierung oder Taliban-Terror ohne Ende?
Wie die Zukunft des Lands aussieht, hängt wohl stark von der weiteren Vorgehensweise ab: Wenn man endlich begreift, daß AFG für eine Demokratie westlicher Maßstäbe nicht reif ist, die Millionen für die getürkte Wahl lieber den Mohnbauern gibt, damit die KEINEN Mohn mehr anbauen, Obamas Strategie (und das sage ich als Obamakritiker) des Eroberns und Haltens konsequent weiterverfolgt (mit den entsprechenden Verlusten) um das Land endlich zu befrieden, DANACH den zivilen Wiederaufbau betreibt, dann kann das durchaus etwas werden. Das geht aber nur, indem man das System Karzai durch einen UN-Kontrollrat ersetzt und den Afghanen die Souveränität erst mal entzieht. Das wird den meisten (von den Exil-Afghanen mal abgesehen) wahrscheinlich auch egal sein, die wollen Frieden, Brot und ein Dach über dem Kopf wenn es kalt wird. Wenn man so weitermacht wie bisher, dann kann man sich bestenfalls geordnet zurückziehen, wahrscheinlich macht man eher britische Erfahrungen und irgendwann klopft wieder ein einsamer Reiter an ein Stadttor... Ich warte jetzt mal auf die Youtube Attacken und Twitter Offensiven der aufgebrachten Afghanen wegen der Wahl, auf die heilige Empörung des Westens ob der gekauften Stimmen (wenn es welche gibt) und auf das Fingerzeigen auf Russland ob des Schulterschlusses mit Karzai... ach, ich habe völlig vergessen, daß wir nicht im Iran sind. Gruß an alle, die dort dienen und bleibt gesund!
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