Anspielung auf Deportationen
NPD sorgt für Eklat im Dresdner Landtag
Mit Anspielungen auf die Judendeportationen hat die NPD im Landtag Sachsens für Empörung gesorgt. Der Fraktionsvize hatte vorgeschlagen, Linksextreme mit Sonderzügen zur Bundesanwaltschaft zu transportieren.
Dresden - In einer Debatte um gewalttätige Ausschreitungen am 1. Mai in Leipzig plädierte der NPD-Politiker Uwe Leichsenring heute im Landtag in Dresden dafür, Linksextreme mit Sonderzügen nach Karlsruhe zur Bundesanwaltschaft zu bringen.
Auf den Zwischenruf des Linksfraktions-Chefs Peter Porsch, "es gab schon mal Sonderzüge, in denen Menschen abtransportiert wurden", antwortete Leichsenring: "Ja, manchmal wünscht man sie sich wieder." Daraufhin erhielt er von Landtagspräsident Erich Iltgen (CDU) einen Ordnungsruf.
Das Landtagspräsidium setzte außerdem eine Sitzung an, um über etwaige Konsequenzen aus der Äußerung zu beraten. Leichsenring selbst sagte, er habe sich nicht auf die Transporte von Juden in der NS-Zeit in Konzentrationslager bezogen.
als/ddp
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