Anti-Terror-Kampf Struck sieht keine Verbindung zwischen al-Qaida und Irak

Bundesverteidigungsminister Peter Struck (SPD) wendet sich offen gegen die US-Regierung. Er widersprach der Auffassung, der Irak unterhalte Verbindungen zum Terrornetzwerk al-Qaida. Weil dem nicht so sei, könne ein Angriff auf den Irak auch nicht im Rahmen des internationalen Antiterrorkampfes "Enduring Freedom" geführt werden.


Hamburg - Struck sagte zu Beginn seines Kuweit-Besuchs auf die Frage kuwaitischer Journalisten, ob Deutschland im Falle eines Irak-Krieges an der Seite der USA stehe, die Bundesregierung lehne aus politischen Gründen eine Kriegsbeteiligung ab. Auf die Frage wie sich Deutschland verhalten werde, wenn die in Kuweit stationierte Bundeswehr-ABC-Einheit angegriffen würde, nachdem Saddam an die kuweitische Bevölkerung appelliert habe, ausländische Truppen zu bekämpfen, antwortete Struck ausweichend. Er sagte lediglich, die Bundeswehr erfülle in Kuweit einen Auftrag zum Kampf gegen den internationalen Terror. Sie werde ihre Aufgaben wahrnehmen.

An diesem Montag trifft Struck seinen kuweitischen Amtskollegen und will sich über die Möglichkeiten der in Kuweit stationierten 52 ABC- Abwehrkräfte informieren. Die rot-grüne Bundesregierung will die Einheit auch im Falle eines Irak-Krieges nicht automatisch abziehen.



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