Anti-Terror-Einsatz Razzien in fünf Bundesländern bleiben ohne Festnahmen

Der Großeinsatz der Thüringer Polizei ist beendet, Festnahmen gab es nicht. Auch der Verdacht auf Sprengstoff in einer Unterkunft habe sich nicht bestätigt, teilte das Landeskriminalamt mit.
Polizei in Suhl

Polizei in Suhl

Foto: MARCUS SCHEIDEL/ AFP

Die Anti-Terror-Razzien in fünf Bundesländern sind ohne Festnahmen geblieben. "Es gibt keinen Haftbefehl", sagte eine Sprecherin des Thüringer Landeskriminalamtes am Nachmittag in Erfurt.

Spezialkräfte der Polizei hatten am Vormittag zeitgleich zwölf Wohnungen und eine Gemeinschaftsunterkunft in mehreren Thüringer Orten, in Hamburg, Dortmund sowie in den Großräumen Leipzig und München durchsucht. Der Hauptverdächtige sei ein 28-jähriger Tschetschene mit russischem Pass, der als Asylbewerber im thüringischen Suhl leben soll.

Er soll beabsichtigt haben, sich der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) in Syrien anzuschließen. "Eine konkrete Anschlagsgefahr ergab sich aus den Ermittlungen bislang nicht", teilte das LKA mit.

Ermittlungen wegen Terrorismusfinanzierung richteten sich gegen weitere 13 beschuldigte Tschetschenen. Der Verdacht auf Sprengstoff in einer Unterkunft habe sich nicht bestätigt. Ein weißes Pulver würde aber untersucht. Die Substanz sei ungefährlich.

cte/dpa
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