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Schon wieder Selbstbedienung bei der Arbeiterwohlfahrt Ein Dienstwagen mit 330 PS

Teure Dienstwohnungen, exorbitante Gehälter für Führungskräfte, Vetternwirtschaft: Nach Hessen weitet sich der Awo-Skandal auf den Landesverband Thüringen aus.
aus DER SPIEGEL 6/2020
AJS-Boss Hack: Hinweise auf überzogene Gehälter, Kungelei und Nepotismus

AJS-Boss Hack: Hinweise auf überzogene Gehälter, Kungelei und Nepotismus

Foto: DIRK BERNKOPF

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Die Ermittler brauchten einige Monate, aber dann kamen sie mit großem Tamtam. 84 Beamte von Polizei und Staatsanwaltschaft rückten im Januar frühmorgens aus, um Büros und Wohnungen eines halben Dutzends leitender Funktionäre der Arbeiterwohlfahrt zu durchsuchen. Die Ermittler sicherten in Frankfurt am Main und Wiesbaden kistenweise Verträge und Geschäftsunterlagen.

Die Vorwürfe lauten Betrug und Untreue. Eine Clique von Awo-Führungskräften aus Frankfurt am Main und Wiesbaden soll sich auf Kosten ihres Verbands und vermutlich auch des Steuerzahlers mit sechsstelligen Gehältern, protzigen Dienstwagen, Honoraren, Vergünstigungen und Zusatzleistungen versorgt haben. Die ersten Hinweise darauf hatten die Staatsanwaltschaft Frankfurt bereits im Juni 2019 in Form einer anonymen, detaillierten Anzeige erreicht.

Seitdem muss der Sozialverband mit bundesweit mehr als 230.000 Mitarbeitern nicht nur um seinen Ruf, sondern auch um die steuerlich wichtige Gemeinnützigkeit fürchten. Hinzu kommen mögliche Rückforderungen. Die Stadt Frankfurt jedenfalls geht davon aus, dass der Awo-Kreisverband sie über Jahre geschädigt hat. Und das auf den "verschiedensten Geschäftsfeldern", wie die Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld sagt. Für Flüchtlingsunterkünfte etwa habe die Awo der Stadt überhöhte Rechnungen ausgestellt.

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